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Schleswig-Holstein Öffentlicher Dienst macht Druck
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14:25 20.03.2018
Von Ulrich Metschies
Im Norden wird gestreikt. Quelle: Arno Burgi/dpa
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Kiel.

Schon am frühen Morgen legten Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in der Schleusenanlage in Kiel-Holtenau die Arbeit nieder. Der Schifffahrt auf dem Nord-Ostsee-Kanal stand damit keine Schleuse zur Verfügung.

Symbolische Abmahnung für die kommunalen Arbeitgeber

Zu den landesweiten Warnstreiks und Demonstrationen hatte der gewerkschaftliche Dachverband dbb Beamtenbund und Tarifunion aufgerufen. Verdi und GEW forderten zudem ihre Mitglieder regional zu Warnstreiks auf.

Aus Frust über die schleppenden Tarifverhandlungen überreichten die Beschäftigten dem Kommunalen Arbeitgeberverband in Kiel eine symbolische Abmahnung. "Dass nach zwei Runden noch immer kein Angebot vorliegt, ist ein Affront für die Beschäftigten", sagte Andreas Hemsing, stellvertretender Vorsitzender der Bundestarifkommission des dbb. Gute Arbeitsbedingungen seien auch unerlässlich für die Nachwuchsgewinnung, betonte die Vorsitzende der dbb-Jugend, Karoline Hartmann.

Arbeitgeber lehnen vor allem den geforderten Mindestbetrag ab

Die Gewerkschaften fordern für die bundesweit rund 2,3 Millionen Beschäftigten in den Kommunen und beim Bund sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro im Monat. Die Arbeitgeber lehnen vor allem den geforderten Mindestbetrag ab. Eine abschließenden Verhandlungsrunde soll am 15. und 16. April stattfinden.

Kristiane Backheuer 20.03.2018
Alev Doğan 20.03.2018