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Schleswig-Holstein Jetzt soll am UKSH gestreikt werden
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17:06 06.02.2020
Von Heike Stüben
Am Montag (Foto) und Dienstag war es nur ein Warnstreik am UKSH - jetzt werden die gewerkschaftlich organisierten Pflegekräfte über einen unbefristeten Streik abstimmen. Quelle: Frank Peter
Kiel

Am Morgen gab sich der UKSH-Sprecher noch optimistisch: „Wir haben uns mit der Sondierungsrunde bereits vor dem Streik abgestimmt, dass am 6. und 10. Februar offene Fragen zu den Personalzahlen und Besetzungen der Schichten diskutiert und im besten Fall gelöst werden sollen", so Oliver Grieve.

Am frühen Nachmittag dann der Knall: Frank Schischefsky von Verdi Nord teilte mit, dass die Tarifverhandlungen zu einem Tarifvertrag zur Entlastung der Beschäftigten sind gescheitert sind. Man sei tief enttäuscht. 

Urabstimmung wird vorbereitet

Aus Sicht der Gewerkschaft Verdi hat sich bestätigt und verfestigt, was sich in den letzten Tagen und Wochen abgezeichnet hat. "Der Vorstand des UKSH hat keinen ernsthaften Willen gezeigt, mit uns über einen Tarifvertrag zu verhandeln, sondern auf Zeit, Vernebelung und Eskalation gesetzt", erklärte Steffen Kühhirt von Verdi

Lesen Sie auch:UKSH-Patienten müssen länger warten

„Was jetzt folgt, hat der Vorstand allein zu verantworten. Die Eskalation geht nun in eine Dimension, die wir nicht gewollt haben, die aber nun die logische Folge ist“, so Kühhirt weiter.

Die Tarifkommission hat beschlossen eine Urabstimmung durchzuführen, um die Gewerkschaftsmitglieder zu befragen, ob unbefristete Streiks nun erforderlich sind. Mehrere Mitglieder erklärten übereinstimmend, dass die Kampfbereitschaft der Pflegekräfte hoch sei. Ob bis zum Ergebnis der Urabstimmung weitere Warnstreiks folgen, wird in den nächsten Tagen entschieden.

UKSH ging von Einigung aus

Zuvor hatte es vom UKSH ganz andere Signale gegeben. „Wir wünschen uns, dass Klarheit über die Positionen besteht, damit eine positive Entwicklung zur Lösung der Sachlage fortgesetzt - vielmehr aber noch, dass eine Verbesserung der Personalsituation auf den Stationen wirklich erreicht werden kann", hatte UKSH-Sprecher Oliver Grieve gesagt.

Mehr noch: "Wir sind zuversichtlich, dass diese Klärung dem bereits mit Verdi festgelegten Termin am 27. Februar zur Verabredung einer Vereinbarung dient.“

Verdi gibt UKSH Schuld am Scheitern

Was dann in den Verhandlungen am Donnerstag genau passierte, blieb unklar. Verdi machte am Nachmittag das UKSH für das Scheitern verantwortlich: „In der 6. Verhandlungsrunde zu erklären, man führe keine Tarifverhandlungen, ist schon ein starkes Stück, und wir sind entsetzt und enttäuscht über eine solche Strategie, die von sozialpartnerschaftlicher Zusammenarbeit zum Wohle von Beschäftigten und Patienten nichts erkennen lässt“, so Steffen Kühhirt.

UKSH sieht Verdi-Bundesvorstand gefordert

Beim UKSH heißt es: "Wir sind fassungslos. Wer nach 20 Minuten den Raum verlässt, weil er die Frage, ob es sich um Sondierungs- oder Tarifgespräche handelt, nicht wunschgemäß beantwortet bekommt, ist als Verhandlungsführer ungeeinget", sagte Grieve. Das UKSH bitte Sylvia Bühler vom Verdi-Bundesvorstand, die lokale Dialogbereitschaft von Verdi wiederherzustellen.  

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