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Schleswig-Holstein Wie der Facharzt auf die Halligen kommt
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20:16 15.03.2018
Von Alev Doğan
Landesgesundheitsminister Heiner Garg und Innenstaatssekretärin Kristina Herbst übergeben dem Direktor der Rettungs- und Notfallmedizin Jan-Thorsten Gräsner den Förderbescheid (v.l.n.r.). Ganz rechts: Matthias Piepgras, Bürgermeister der Hallig Hooge. Quelle: Sven Janssen
Kiel/Hallig Hoge

Das Projekt des Instituts für Rettungs- und Notfallmedizin bringt viele Schlagworte zusammen: Digitalisierung, Ärztemangel in ländlichen Räumen, Praxisschließungen, demografischer Wandel. Ziel des Projekts ist es, die medizinische Versorgung der Patienten auf den Halligen zu verbessern.

Geografische Besonderheit der Halligen

Denn für die Inseln gilt: Das auf dem Festland etablierte Versorgungssystem aus Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeugen gibt es hier nicht. Die notfallmedizinische Kompetenz liegt allein in den Händen eines rettungsdienstlich ausgebildeten Krankenpflegers. Ist eine ärztliche Versorgung nötig, muss der Patient mittels Rettungshubschrauber oder Seenotrettungskreuzer aufs Festland transportiert werden.

Patientenwerte in Echtzeit

"Durch das Projekt soll dieser Pfleger Unterstützung bekommen, wenn er sie braucht - und zwar in Echtzeit", erzählte Dr. Jan-Thorsten Gräsner, Direktor des Instituts für Rettungsmedizin. Vitalwerte des Patienten wie der Blutdruck sollen in Echtzeit an das Institut in Kiel weitergeleitet werden. Von da aus werden die entsprechenden Fachärzte aus den Kliniken des UKSH kontaktiert.

"Die Fachärzte können dann ganz klassisch konsultieren. Gemeinsam wird beraten, ob und wie schnell der Patient verlegt werden muss", so Gräsner. "Bei akuten Notfällen kann der Facharzt den Pfleger anleiten und ihm Hilfestellung geben, was er tun muss, bis der Rettungshubschrauber vor Ort ist."

Auf der Hallig Hooge wird getestet

Umgesetzt wird das Projekt vorerst modellhaft auf der Hallig Hooge. "Wir erproben in diesem Projekt, was dann auch gegebenenfalls auf andere ländliche Regionen Schleswig-Holsteins übertragen werden kann", sagte Staatssekretärin Kristina Herbst. Der Projektzeitraum von "Hallig-e-Med" beträgt drei Jahre.

"Ich bedanke mich, dass Sie mir dieses Projekt in den letzten zwei Monaten meiner Amtszeit gegönnt haben", sagte der Bürgermeister der Hallig Hooge Matthias Piepgras, der sich beharrlich für das Projekt eingesetzt hatte.

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