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Schleswig-Holstein Maskenpflicht und Sperrstunde in Timmendorfer Strand
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Timmendorfer Strand: Maskenpflicht und Sperrstunde nach Corona-Ausbruch

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16:13 23.10.2020
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
In der Ostseegemeinde Timmendorfer Strand muss ab Freitag auf besonders frequentierten Straßen und Plätzen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Quelle: Bodo Marks/dpa (Symbolbild)
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Timmendorfer Strand

Der Ausbruch im Grand Hotel Seeschlösschen habe wesentlich dazu beigetragen, dass der Inzidenzwert von 35 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner für den Kreis überschritten worden sei, sagte der Landrat des Kreises, Reinhard Sager (CDU), am Freitag.

Da es sich aber um einen lokal begrenzten Ausbruch handele, sei es ausreichend, die Beschränkungen nur für das Ostseebad zu verhängen. In dem Hotel in Timmendorfer Strand hatten sich nach neuestem Stand 37 von 101 Mitarbeitern mit dem Corona-Virus infiziert.

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Ab Freitag gilt Maskenpflicht auf belebten Straßen

Von diesem Freitag an muss nun in Timmendorfer Strand auf besonders frequentierten Straßen und Plätzen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Das gilt unter anderem für die Promenade, die Großparkplätze und die Seebrücken. Gaststätten müssen um 23 Uhr schließen. Die Zahl der Gäste, die bei Feiern in der Öffentlichkeit und in Privathaushalten zusammenkommen dürfen, wird auf 25 beziehungsweise 15 beschränkt. Die Allgemeinverfügung gilt nach Angaben des Kreises zunächst bis zum 29. Oktober.

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Grund für Ausbreitung im Hotel noch nicht bekannt

Wie genau es zu der Ausbreitung des Coronavirus in dem Hotel habe kommen können, sei nicht bekannt, sagte Amtsarzt Saban Omer Oglou am Freitag. Die rund 200 Gäste des seit einer Woche geschlossenen Hotels hätten sich aber offenbar nicht angesteckt.

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Auch von den mehr als 500 Gästen, die in den zwei Wochen vor dem Ausbruch in dem Hotel übernachtet haben, wurden nach Angaben des Leiters des Infektionsschutzes des Kreises, Christian Masuhr, nur zwei Infektionen gemeldet. Die seien aber auf andere Ansteckungsquellen zurückzuführen, sagte er. Sager betonte: "Die Gefahr, sich in Ostholstein mit Corona anzustecken, ist nach wie vor gering."

dpa/RND

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