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Schleswig-Holstein Tödlicher Badeunfall in Bad Bramstedt: Freispruch für alle Angeklagten
Nachrichten Schleswig-Holstein Tödlicher Badeunfall in Bad Bramstedt: Freispruch für alle Angeklagten
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18:24 17.01.2020
Im Prozess: Drei der fünf Angeklagten mit ihren Verteidigern Ralf Stelling (2.v.l.), Astrid Denecke und Frank-Eckard Brand (2.v.r.) beim Prozessauftakt im Amtsgericht Neumünster. Quelle: Thomas Geyer
Neumünster

Im Prozess um den tödlichen Badeunfall in einem Freibad in Bad Bramstedt hat das Amtsgericht Neumünster alle Angeklagten freigesprochen. Der Vorsitzende Richter Thomas Schiers folgte in seinem Urteil den Forderungen der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung.

Den angeklagten drei Erzieherinnen und zwei Bademeistern sei nicht nachzuweisen gewesen, dass sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben – und sich so der fahrlässigen Tötung schuldig gemacht hätten. Was genau vor dreieinhalb Jahren in dem Schwimmbad geschah und wer von den Aufsichtspersonen auf den kleinen Yad habe achten sollen, sei in der mehrtägigen Beweisaufnahme nicht aufklärbar gewesen.

Prozess um Badeunfall: Verteidiger schließt Berufung nicht aus

Die Eltern traten in dem Verfahren als Nebenkläger auf. Sie hatten gefordert, die Erzieherinnen zu verurteilen, ohne jedoch Strafmaß zu nennen. Ihr Verteidiger schließt jetzt eine Berufung gegen die Freisprüche und die Erhebung einer Zivilklage auf Schadensersatz und Schmerzensgeld nicht aus.

Die drei Erzieherinnen hatten den Eltern eine Summe von 10.000 Euro für die Einstellung des Verfahrens angeboten, wenn diese im Gegenzug von weiteren Forderungen absehen. Die Eltern jedoch lehnten die Einstellung des Verfahrens ab. Nach ihren Aussagen hat die aus dem Irak geflüchtete Familie noch nicht lange in Deutschland gelebt. Demzufolge ging der Junge erst wenige Tage in den Kindergarten, sprach noch kein Deutsch und konnte nicht schwimmen.

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