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Schleswig-Holstein Tote „Gorch Fock“-Kadettin: Beschwerde der Eltern wird zurückgewiesen
Nachrichten Schleswig-Holstein

Tote „Gorch Fock“-Kadettin: Beschwerde der Eltern wird zurückgewiesen

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19:03 31.07.2020
Im Fall der auf dem Segelschulschiff zu Tode gekommenen Soldatin Jenny Böken gibt es vorerst keine neuen Ermittlungen. Quelle: Henning Kaiser/dpa
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Kiel

Im mysteriösen Todesfall der „Gorch Fock“-Kadettin Jenny Böken hat Schleswig-Holsteins Generalstaatsanwalt eine Beschwerde der Eltern gegen die Einstellung der Ermittlungen abgewiesen. Dies bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Kiel am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Zunächst hatte „Der Spiegel“ berichtet. Die Beschwerde wurde demnach Anfang Juli als unbegründet verworfen.

Die damals 18-jährige Jenny Böken war in der Nacht zum 4. September 2008 während einer Ausbildungsfahrt des Segelschulschiffs der Marine bei einer Wache über Bord gegangen. Die Todesumstände blieben ungeklärt. Die ursprünglichen Ermittlungen wurden 2009 eingestellt.

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Gegen Zeugin läuft ein Verfahren wegen Vortäuschen einer Straftat

Im Juni 2019 nahm die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren wieder auf. Grund waren Aussagen einer Zeugin. Diese beruhten laut Staatsanwaltschaft im Wesentlichen auf Hörensagen. Die Kieler Staatsanwaltschaft stellte ihre neuerlichen Ermittlungen im November wieder ein, weil sie die Zeugin als unglaubwürdig einstufte.

Gegen die Frau läuft nun ein Verfahren wegen Vortäuschens einer Straftat, wie der „Spiegel“ schrieb. Das Verfahren sei Ende November 2019 eingeleitet worden, sagte Oberstaatsanwalt Michael Bimler der dpa. „Die Ermittlungen dauern an.“

Von RND/dpa