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Schleswig-Holstein Serieneinbrecher erneut vor Gericht
Nachrichten Schleswig-Holstein Serieneinbrecher erneut vor Gericht
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23:16 31.01.2020
Von Thomas Geyer
Ein albanischer Serieneinbrecher wurde auf Bewährung verurteilt, abgeschoben, kam aber illegal zurück nach Deutschand - und steht nun erneut vor Gericht. Quelle: Frank Rumpenhorst
Kiel

Seit Freitag muss sich der 24-Jährige erneut wegen gewerbsmäßigen Einbruchsdiebstahls vor dem Kieler Amtsgericht verantworten. Als Heranwachsender war der Angeklagte bereits im Juni 2016 von einem Kieler Jugendschöffengericht wegen sieben Einbrüchen zu einer 16-monatigen Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt und nach Albanien abgeschoben worden. Zuvor hatte der in einem Flüchtlingsheim bei Preetz (Kreis Plön) untergebrachte Asylbewerber einen spektakulären Hubschraubereinsatz ausgelöst.

Schon die dritte Festnahme

Nach seinem letzten Einbruch im Norden der Landeshauptstadt wurde er auf der Flucht mithilfe einer Wärmekamera aus der Luft aufgespürt und festgenommen. Es war schon seine dritte Festnahme: Zwei Mal war der damals 20-Jährige bereits auf frischer Tat erwischt worden, beide Male machte er unverfroren weiter. Das Gericht warf ihm vor dreieinhalb Jahren Hartnäckigkeit und Arroganz vor und erteilte ihm nur eine einzige Bewährungsauflage: Er sollte sofort das Land verlassen.

Drei Wochen nach Abschiebung wieder in Deutschland

Mitarbeiter der Ausländerbehörde hatten ihm damals schon vor der Verhandlung ein Flugticket nach Tirana besorgt und brachten ihn unmittelbar nach dem Urteil zum Hamburger Flughafen. Gestern gestand der 24-Jährige vor Gericht, er sei damals schon nach drei Wochen erneut illegal nach Deutschland zurückgekehrt, „um Arbeit zu finden“.

Der 24-Jährige schweigt zu den Vorwürfen

Gestern beim Prozessauftakt im Kieler Amtsgericht schwieg der Mann zu den Vorwürfen. Kommende Woche wollen sich Gericht, Anklage und Verteidigung um eine Verständigung bemühen. Der Staatsanwalt hat vorausgeschickt, er werde auch bei einem Deal keinesfalls auf die Anhörung der psychisch angeschlagenen Hauptgeschädigten verzichten.

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