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Schleswig-Holstein U-Bootehrenmal im neuen Licht
Nachrichten Schleswig-Holstein U-Bootehrenmal im neuen Licht
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19:04 15.11.2019
Von Frank Behling
Die alten 500 Watt-Strahler am U-Bootehrenmal Möltenort wurden durch ein neues Beleuchtungskonzept ersetzt. Der Verband Deutscher U-Bootfahrer (VDU), die Gemeinde Heikendorf und den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge haben die Beleuchtung zum Volkstrauertag in Betrieb genommen. Quelle: Frank Behling
Kiel

Die Ära der lichtstarken 500-Watt-Scheinwerfer ist vorbei. Die stromfressenden Strahler wurden gegen LED-Elemente ersetzt, was auch als Beitrag zum Klimaschutz gilt.  „Diese Beleuchtung braucht nur noch 20 Prozent der Leistung der alten Anlage“, sagt Uwe Lüthje, der das Beleuchtungskonzept entworfen hat.

 Die Geschichte des Ehrenmals reicht 100 Jahre zurück

„Wir haben uns am Marineehrenmal Laboe orientiert und uns für diese neue Art der Beleuchtung entschieden“, sagt Frank Niemanns, Landesgeschäftsführer Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Der Verein betreibt die Gedenkstätte an der Landzunge in der Kieler Förde zusammen mit der Stiftung U-Boot-Ehrenmal Möltenort

Die Geschichte des Ehrenmals reicht 100 Jahre zurück. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs fanden sich 1919 U-Bootsoldaten zusammen und beschlossen den Bau eines Ehrenmal. 1930 wurde es eingeweiht. In der Anlage sind die Namen der rund 35000 auf See gebliebenen deutschen U-Bootfahrer seit dem Ersten Weltkrieg auf 117 Bronzetafeln vermerkt. Weithin sichtbares Erkennungsmerkmal ist eine gut 15 Meter hohe Stele mit einem großen Adler oben drauf.

Seit Jahrzehnten wurde diese Anlage von vier starken 500-Watt-Scheinwerfern beleuchtet. „Das wollten wir jetzt ändern. Deshalb haben wir Uwe Lüthje beauftragt, ein neues Lichtkonzept auszuarbeiten“, berichtet Niemanns. Der Laboer Spezialist hatte zuvor auch die Beleuchtung des U-Bootes „U 995“ und des Ehrenmals in Laboe neu gestaltet. „Das hat uns gefallen“, sagt Heinz Potrafki von der Stiftung U-Boot Ehrenmal.

Investition betrug 100.000 Euro

„In Möltenort habe ich für dieses Ehrenmal LED-Elemente im Boden gewählt, die die Struktur des Mauerwerks deutlich besser zur Geltung kommen lassen“, erklärt der Licht-Designer. Die im Pflaster eingelassenen Elemente sorgen für ein ganz besonderes natürliches Licht. Der Adler auf der Stele wird von zwei LED-Strahlern ausgeleuchtet. „Das ist jetzt nicht mehr ganz so stark wie früher. Mit den alten Strahlern war der Schatten des Adlers bei Dunst oder tiefhängenden Wolken sogar über dem Ort als Schatten zu sehen“, sagt Niemanns.

Die Beleuchtung ist aber nur ein Teil der rund 100000 Euro teuren Modernisierung. „Wir haben an beiden Zugängen jetzt auch Infotafeln aufstellen lassen“, sagt Heinz Potrafki von der Stiftung U-Boot Ehrenmal. Die Ausstellungstafeln informieren über die Geschichte und Bedeutung des Ehrenmals und die Schicksale von ausgewählten U-Booten und Offizieren  im Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie in der Bundesmarine.

Die Vorstellung der beiden Projekte ist im Rahmen der Gedenkstunde zum Volkstrauertag am Sonnabend um 14 Uhr geplant. Überall im Land finden an diesem Wochenende Gedenkstunden zum Volkstrauertag statt.

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Das 1930 eingeweihte U-Bootehrenmal hat jetzt neue Infotafeln und ein neues Beleuchtungskonzept bekommen.

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