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Schleswig-Holstein Urabstimmung über Streik beginnt später
Nachrichten Schleswig-Holstein Urabstimmung über Streik beginnt später
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19:55 12.02.2020
Von Heike Stüben
Nach den Warnstreiks am UKSH in Kiel (Foto) und Lübeck stimmen die Pflegekräfte und andere nichtwissenschaftliche Mitarbeiter ab 17. Februar über einen unbefristeten Streik ab. Quelle: Frank Peter
Kiel

Die gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter des Universitätsklinikums und des ZIP haben dann bis zum 26. Februar 2020 Zeit, ihre Stimme abzugeben, teilte Verdi-Sprecher Frank Schischefsky mit. Um in einen Streik zu gehen, müssen sich mehr als 75 Prozent der stimmberechtigten und nicht verhinderten Mitglieder für den Arbeitskampf aussprechen.

"Ursprünglich war geplant, an diesem Donnerstag zu starten. Wir haben den Starttermin nun für Montag festgelegt, da wir noch organisatorische Themen klären mussten. Das ist nun alles geschehen, und wir können mit einer sehr guten Vorbereitung in die Urabstimmung gehen", so Frank Schischefsky.

Verdi erwartet hohe Zustimmung für Streik am UKSH

Verdi fordert vom UKSH einen sogenannten "Tarifvertrag Entlastung" und damit eine Personalausstattung für Bereiche, Ambulanzen und Stationen sowie das gesamte UKSH. Außerdem werden Regelungen für einen Belastungsausgleich gefordert, wenn die tarifvertraglichen Vorgaben nicht eingehalten werden, zum Beispiel bei Pflegekräften, die unterhalb der Mindestbesetzung arbeiten.

Schischefksy erwartet angesichts der Stimmungslage unter den Pflegenden eine hohe Zustimmung für einen Streik.

Personal ist am Ende der Kräfte

"Die Erwartung, ganz konkret zu Entlastungen zu kommen, ist hoch. In vielen Fällen sind die Pflegenden am Ende ihrer Kräfte, und es muss endlich etwas passieren."

Nach der Auszählung der Stimmen wird die Tarifkommission das Ergebnis bewerten und das weitere Vorgehen beraten. Eine Bekanntgabe der Ergebnisse ist dann zum Ende der ersten Märzwoche geplant.

Lesen Sie auch: Mängel und Stress: UKSH-Mitarbeiter kritisieren Neubau

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