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Schleswig-Holstein Tourismusbarometer zeigt nach oben
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22:02 08.05.2019
Von Anne Holbach
Urlaub zwischen den Meeren kommt an: Johannes Hartwig (von links), Markus Seibold, Stephanie Ladwig und Karsten Heinsohn stellten die Ergebnisse des Tourismusbarometers vor. Quelle: eis - Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Das am Mittwoch vorgestellte Sparkassen-Tourismusbarometer zeigt, dass in Zielen an der Ostsee die Zahl der Übernachtungen um 4,5 Prozent in die Höhe schnellten. Die Nordsee verzeichnete ein Plus von 1,9 Prozent. Die Holsteinische Schweiz legte um 2,5 Prozent zu. „Das Wachstum geht durchs ganze Land, auch das Binnenland“, sagte Karsten Heinsohn vom Fremdenverkehrsinstitut dwif.

Heißer Sommer sorgte für Zuwachs auf Campingplätzen

Besonders Campingplätze hätten vom Hitzesommer 2018 profitiert. An der Ostsee ging hier das Übernachtungsvolumen um 13,5 Prozent nach oben, an der Nordsee sogar um 21,8 Prozent. 

„Wir wollen Statistik nicht Statistik sein lassen“, betonte Tourismusverbandschefin Stephanie Ladwig. In elf Modellkommunen soll daher die Übernachtungsstatistik in Verbindung zu Faktoren wie Ferienzeiten, Wetter oder Konjunkturdaten gesetzt werden. Mit dabei sind Eckernförde, Sylt, Föhr, Amrum, Fehmarn, Sankt Peter-Ording, Büsum, Heiligenhafen, Dahme, Grömitz und die Lübecker Bucht

Tagesreisen ein Milliardengeschäft

Ein wichtiger Faktor sei der Tagestourismus, so dwif-Experte Markus Seibold. Im vergangenen Jahr brachten 130,4 Millionen Tagesreisen einen Bruttoumsatz von 3,5 Milliarden Euro – darin sind auch Geschäftsreisen oder Fahrten zu Sportveranstaltungen enthalten.

Im Schnitt geben Tagesausflügler 26,60 Euro pro Person aus, zwei Drittel von ihnen kommen aus Schleswig-Holstein

Nachhaltige Mobilität im Fokus

Bislang reisen 84 Prozent der Urlauber mit dem Auto an. Nachhaltige Mobilität sei daher ein wichtiges Handlungsfeld, sagte Heinsohn. So werde derzeit an einem Konzept gearbeitet, um die Ostseecard, mit der es in touristischen Einrichtungen in 18 Bädern Vergünstigungen gibt, mit einer kostenlosen Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs zu koppeln.

Auch an der Anbindung vieler Orte müsse gearbeitet werden. „Wenn man mit dem Bus 50 Minuten, dem Auto aber nur 15 braucht, steigt niemand um“, so Heinsohn.

Gäste sind zufrieden - außer mit dem Internet und den Preisen

„Eine erfreuliche Botschaft ist, dass sich Schleswig-Holstein bei der Gästezufriedenheit verbessert hat“, sagt Seibold. Mit 85,4 von 100 möglichen Indexpunkten liege das Land über dem Bundesdurchschnitt (83,5).

Gute Noten gibt es für den Standort, den Service und die Hotels. Hier sei der positive Effekt von Investitionen in neue, moderne Hotels erkennbar. Beim Preisleistungsverhältnis und der Internetversorgung sehen Gäste aber Verbesserungsbedarf. 

Freizeitwirtschaft machte heißer Sommer zu schaffen

In der Freizeitwirtschaft gingen die Besucherzahlen um 2,1 Prozent zurück. Grund war der heiße Sommer. Davon profitiert haben Freilichtmuseen und Tierparks. Museen, Erlebnisbäder oder Indoorparks verzeichneten kräftige Einbrüche. 

Lesen Sie hier, wo die beliebtesten Urlaubsregionen in Deutschland liegen.

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