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Schleswig-Holstein Kohlepier in Flensburg nach Besetzung geräumt
Nachrichten Schleswig-Holstein Kohlepier in Flensburg nach Besetzung geräumt
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20:49 05.10.2019
Aktivisten haben am Sonnabend die Umschlagsanlage und Pier des Kraftwerks Flensburg besetzt. Quelle: Frank Behling
Flensburg

Die Aktivisten drangen gegen 9 Uhr in den Sicherheitsbereich der Hafenanlage ein und enterten zwei Kräne. Dort befestigten sie Banner mit der Aufschrift  "Coalonalismus beenden". Auf den Kohlehalden stellten sie ein Banner mit der Aufschrift "Kohle und Gas (ver)heizen unsere Zukunft" auf.

Elf Aktivisten mussten vom Gelände getragen werden

Die Aktivisten wollen den Umschlag von Importkohle aus Russland und dem Baltikum an der Kaianlage verhindern. Die Polizei muss jetzt reagieren, da die Kaianlage gemäß der Vorgaben durch den ISPS-Code für Hafenanlagen auch ein Sicherheitsbereich ist. Die Situation sei jedoch friedlich und entspannt, sagte ein Sprecher der Flensburger Polizei. Die Demonstranten würden vorerst geduldet.

Ab dem späten Nachmittag wurden Polizeikräfte zusammengezogen, die gegen 17.30 Uhr damit begannen, die Personen von den Kränen und dem Kohlehaufen zu geleiten und Personalien festzustellen. "Einige Teilnehmer verließen die Örtlichkeit im Anschluss freiwillig", sagte ein Sprecher der Polizei am Abend. Elf Personen seien der Aufforderung, das Gelände zu verlassen, nicht nachgekommen. "Sie mussten teilweise weggetragen und weggedrängt werden", sagte der Sprecher. Strafrechtliche Ermittlungen wegen des Verdachts auf Hausfriedensbruch seien eingeleitet worden. Gegen 20 sei das Gelände der Stadtwerke geräumt gewesen.

Gruppe "Kohle kapern" bekannte sich zu der Aktion

Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter hatte sich zuvor eine Gruppe mit dem Namen "Kohle kapern" zu der Aktion bekannt.

Das Kraftwerk war in seinem Betrieb aufgrund der Besetzungs-Aktion nicht gefährdet, da sich der Kai außerhalb der zur Energieerzeugung genutzten Maschinen befindet.

Kraftwerk bekommt Kohle aus Osteuropa

An der Kaianlage im Flensburger Hafen wird Steinkohle aus Osteuropa umgeschlagen, das mit Massengutschiffen angeliefert wird. Das Kraftwerk nutzt außerdem Erdgas, was von den Aktivisten auch abgelehnt wird.

Am Freitag hatten Aktivisten im Hafen die Kattwyk-Brücke besetzt und über Stunden blockiert. Die Brücke steht in direkter Nachbarschaft zum Kohlekraftwerk Moorburg.

FB/pat/RND

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