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Schleswig-Holstein Auch Greenpeace zeigte Flagge
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18:00 06.06.2019
Von Frank Behling
Das Landungsschiff "Lyme Bay" und das Aktionsschiff "Beluga II" von Greenpeace auf der Kieler Förde. Quelle: Frank Behling
Kiel

Ein Schiff war jedoch nicht angemeldet. Kurz nach 10 Uhr tauchte am Donnerstag plötzlich der Segler "Beluga II" der Umweltschutzorganisation Greenpeace zwischen den grauen Kolossen auf. Der 34 Meter lange Klipper mit dem Regenbogen am Bug passierte die Schiffe und verschwand dann auf der Ostsee.

Greenpeace zum Tauchertraining

"Es gab keine besonderen Vorkommnisse", heißt es bei der Wasserschutzpolizei. Bei Greenpeace sind Aktionen zwar immer Geheimsache, doch hier gab es schnell eine Erklärung. "Das Schiff befindet sich auf der Reise nach Dänemark. Dort ist ein Training für unsere Taucher geplant", so Greenpeace-Sprecherin Leonie Wagner auf Nachfrage. Militärmanöver stehen aktuell nicht auf dem Plan der Aktivisten. Schwerpunkte sind Plastik im Meer und Atomtransporte über Rostock

Schiffe machten auch im Ostuferhafen fest

Nach dem spanischen Flottenverband, trafen am Donnerstag weitere Schiffe ein. Da es im Tirpitzhafen inzwischen zu eng ist, wurden der Einsatzgruppenversorger "Bonn" und das britische Transportschiff "Hurst Point" im Ostuferhafen untergebracht. Das Docklandungsschiff "Lyme Bay" der britischen Marine machte im Marinearsenal fest.

Im Kieler Rathaus wurden die ersten Soldaten aus Spanien und Finnland offiziell von der Stadt empfangen. „Kiel ist gerne Heimat der Bundeswehr und Gastgeber für Soldaten aus befreundeten und verbündeten Staaten“, sagte Ratsherr Falk Stadelmann (SPD) bei der Begrüßung. Der Vorsitzende des Innenausschusses stellte klar, dass die Manöver wichtig und notwendig seien. "Es braucht auch die harte und gefährliche Arbeit der Frauen und Männer in den Streitkräften", so Stadelmann. Im Namen der Stadt und der Kieler Bevölkerung dankte der SPD-Ratsherr den Soldaten für ihren Dienst zur Sicherung der Freiheit.

Veteran vom Falkland-Krieg

Als größtes Schiff traf gestern das Kommandoschiff "Argus" aus Großbritannien ein. Das 175 Meter lange und 28.000 Tonnen verdrängende Schiff wurde 1982 für den Einsatz beim Falkland-Krieg aus einem Containerschiff zu einem Mehrzweckschiff umgebaut. An Bord sind Hubschrauber, Landungsboote und Ausrüstung.

Ebenfalls eingetroffen sind am Donnerstag die Landungsschiffe "Fort Mc Henry" (USA) und "Gniezno" (Polen). Die amerikanischen Zerstörer "Ross" und "Gravely" werden noch erwartet.  Aus Schweden kommen die Tarnkappenkorvetten "Karlstad" und "Nyköping". 

Empfang mit Wasserfontänen

Die dänische Fregatte "Thetis" wurde mit Wasserfontänen empfangen. Das Flaggschiff des Minenabwehrverbandes 1 der Nato kam mit sieben Minenabwehrfahrzeugen nach Kiel. Der Verband hatte gerade in der Nordsee erfolgreich mehrere ältere Minen aus dem Zweiten Weltkrieg gesprengt und bei der Suche nach Containern des Frachters "MSC Zoe" geholfen.

Am Donnerstag trafen weitere Einheiten in Kiel ein. Das Manöver Baltops 2019 ist mit fast 9000 Soldaten, 55 Schiffen und Booten sowie 36 Flugzeugen die größte Militärübung auf der Ostsee seit fast 30 Jahren.
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