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Schleswig-Holstein Albrecht: "Alarmierendes Szenario"
Nachrichten Schleswig-Holstein Albrecht: "Alarmierendes Szenario"
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14:00 25.09.2019
Der Kieler Umweltminister, Jan Philipp Albrecht (Bündnis 90/Die Grünen), bei einer Wattwanderung. Die neuen Prognosen des Weltklimarats für einen noch stärkeren Anstieg des Meeresspiegels bestätigen aus Sicht des Kieler Umweltministers Jan Philipp Albrecht die schlimmsten Befürchtungen. Quelle: Christian Charisius/dpa
Kiel

Klimawandel und Erderwärmung schritten dramatisch voran, sagte der Grünen-Politiker am Mittwoch. "Die Eismassen an den Polen schmelzen noch schneller als bislang angenommen und die Meeresspiegel steigen noch deutlicher." Für Schleswig-Holstein als Land zwischen den Meeren sei das eine besonders schlechte Botschaft, aber: "So alarmierend das Szenario ist - mit unserer Küstenschutzstrategie sind wir grundsätzlich darauf vorbereitet."

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Die Berichte des Weltklimarats bildeten die wesentliche Grundlage für die Fortentwicklung der Anpassungsstrategien des Landes an den sich beschleunigenden Klimawandel, sagte Albrecht. Die Sturmflutwasserstände an den deutschen Küsten würden höher ausfallen. Das Land werde die Erkenntnisse in seinen Küstenschutz-Planungen berücksichtigen.

"Schleswig-Holstein ist gut aufgestellt"

"Mit dem derzeitigen Klimazuschlag und dem Konzept des Klimadeiches sind wir in der Lage, in zwei bis drei Bauphasen die Sturmflutsicherheit auch bei einem Meeresspiegelanstieg von bis zu zwei Metern erhalten zu können." Schleswig-Holstein sei damit sehr gut aufgestellt. "Die Sturmflutsicherheit an unseren Küsten ist nach derzeitigem Stand bis zum Ende dieses Jahrhunderts gewährleistet."

Im Land werde seit 2001 ein Klimazuschlag von 0,5 Metern bei der Verstärkung der Landesschutzdeiche berücksichtigt, sagte Albrecht. Seit 2009 werde zusätzlich eine Baureserve für spätere Verstärkungen geschaffen. "Gleichwohl werden in Folge des beschleunigten Meeresspiegelanstiegs das Wattenmeer und die sandigen Küsten langfristig zunehmend von Erosion und Küstenabbruch betroffen sein." In der zweiten Jahrhunderthälfte sei mit Sedimentdefiziten im Wattenmeer zu rechnen. Wattflächen und Salzwiesen würden zurückgehen.

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Von dpa/RND

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