Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Schleswig-Holstein Umweltminister wollen Wolfsproblem lösen
Nachrichten Schleswig-Holstein Umweltminister wollen Wolfsproblem lösen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:17 08.05.2019
Wie mit dem Wolf umgehen? Kurz vor ihrer Konferenz in Hamburg stellen einige Umweltminister nun Forderungen an das Kanzleramt. Quelle: Christophe Gateau/dpa
Berlin/Hamburg

Die Umweltminister von Schleswig-Holstein und Niedersachsen fordern vom Kanzleramt eine eindeutige Linie zum Umgang mit Wölfen. "Es müssen endlich klare Rahmenbedingungen für den Artenschutz des Wolfs einerseits und den Schutz von Nutztieren vor seinen Übergriffen andererseits geschaffen werden", sagte Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch).

Sein niedersächsischer Ressortkollege Olaf Lies (SPD) sagte: "Es ist in Berlin lange genug darüber gestritten worden, wie mit dem Wolf umzugehen ist. Wir brauchen in den Ländern jetzt klare Antworten." Der Bund müsse sagen, ab welcher Anzahl Wölfe nicht mehr im Bestand gefährdet seien.

Schäfer demonstrieren vor Tagungsort

Am Donnerstag treffen sich die Umweltminister der Bundesländer in Hamburg. Bauernverbände und Schäfer wollen dann vor dem Tagungsort demonstrieren und auf Probleme mit dem Wolf aufmerksam machen. Das Aktionsbündnis Forum Natur (AFN) forderte, die Minister müssten auf der Konferenz ein konsequentes Wolfsmanagement auf den Weg bringen.

"Die bisherige Wolfspolitik bestand im Wesentlichen darin, Probleme mit dem Wolf zu verharmlosen, die Bestände des Wolfes kleinzureden und die Weidetierhalter mit vermeintlich sicheren Herdenschutz-Maßnahmen und Ausgleichszahlungen hinzuhalten", sagte der AFN-Vorsitzende Max Freiherr von Elverfeldt. "Diese Politik ist gescheitert und von der Realität überholt."

Ausschlussareale für Wölfe

Das AFN fordert wolfsfreie Zonen in Deutschland. Demnach sollen in sogenannten Ausschlussarealen territoriale Wolfsrudel nicht geduldet werden. Im AFN sind unter anderem Forsteigentümer, Fischer und Reiter zusammengeschlossen. Auch der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Deutsche Jagdverband (DJV) sind Mitglieder.

Der Wolf ist in der EU geschützt und darf nicht gejagt werden. Nur Wölfe, die mehrfach Zäune überwinden und großen Schaden anrichten, indem sie zum Beispiel Schafe töten, dürfen abgeschossen werden. In Schleswig-Holstein und Niedersachsen ist derzeit laut "Osnabrücker Zeitung" je ein Wolf zum Abschuss freigegeben. Umwelt- und Landwirtschaftsministerium im Bund haben bisher keinen Kompromiss zum Umgang mit Wölfen gefunden.

Mehr zum Thema:

"Problemwolf"-Bruder war in Schwedeneck

Wolfsbegegnung: So reagiert man richtig

Die Wölfe erreichen das Kanzleramt

Von RND/dpa

Zwei Autos sind am Dienstagabend auf der Autobahn 1 zwischen Bad Oldesloe und Reinfeld zusammengestoßen. Ein Auto fuhr dabei ungebremst auf einen anderen Wagen auf, es gab fünf Verletzte. Ein Mann wurde eingeklemmt und musste von der Feuerwehr aus dem Auto geschnitten werden.

08.05.2019

Verpasst Schleswig-Holstein die Energiewende? Bis zum Jahr 2025 will das Land jährlich zehn Gigawatt mit Onshore-Windkraftanlagen erzeugen, was der Produktionsmenge von einst drei Atomkraftwerken entspräche. Derzeit liegen die Erneuerbaren erst bei 6,5 Gigawatt installierter Leistung.

Christian Hiersemenzel 08.05.2019

Ein 27 Jahre alter Autofahrer ist bei einem Unfall auf der Bundesstraße 77 in Busdorf (Kreis Schleswig-Flensburg) ums Leben gekommen. Der Mann sei am Dienstagmittag aus zunächst ungeklärter Ursache mit seinem Wagen von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt, teilte die Polizei mit.

07.05.2019