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Schleswig-Holstein Mobile Sichtschutzwände gegen Gaffer
Nachrichten Schleswig-Holstein Mobile Sichtschutzwände gegen Gaffer
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12:41 24.07.2018
Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) präsentiert einen mobilen Sichtschutz. Dieser soll Autofahrer auf der Gegenfahrbahn bei Unfällen vom Gaffen und Fototgrafieren abhalten und dadurch den Verkehrsfluss aufrecht erhalten. Quelle: Markus Scholz/dpa
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Bad Oldesloe

"Gaffer erhöhen das Unfallrisiko auf unseren Straßen und behindern die Arbeit der Rettungskräfte – dafür habe ich null Verständnis", sagte Rohlfs. "Deshalb gehen wir jetzt wirksam dagegen vor." Rohlfs rief die Fahrer auf, gerade in Baustellenbereichen besonders vorsichtig und aufmerksam zu fahren.

Neugierige Gaffer, die Unfallstellen nur sehr langsam passieren oder gar stehenbleiben, um Aufnahmen zu machen, behindern nicht nur den Verkehrsfluss, sondern verursachen auch zusätzliche Unfallgefahren. Außerdem können sie mit Foto- oder Filmaufnahmen die Persönlichkeitsrechte von Opfern verletzen.

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Mobile Wände sind je 100 Meter lang

Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr hat auf Initiative des Bundes zunächst zwei je 100 Meter lange Sichtschutzzäune für 86 400 Euro angeschafft, die zum Einsatz in den Autobahnmeistereien Bad Oldesloe und Elmshorn bereitstehen. Die Kosten trägt der Bund. Ein Zaun besteht aus 44 Elementen.

Die Zäune sollen bei größeren Unfällen aufgebaut werden, was 20 bis 30 Minuten dauern wird. Die Anfahrtzeit kommt hinzu. Wegen der Vorlaufzeit ist ein Einsatz vor allem dort sinnvoll, wo Aufräumarbeiten länger andauern und schwieriger sind. Deshalb werden die Zäune auch an Standorten im besonders verkehrsreichen Hamburger Umland gelagert.

In Nordrhein-Westfallen werden Sichtschutzzäune gegen Gaffer seit gut drei Jahren mit positiven Effekten genutzt. Sobald die Sichtbarrieren am Unfallort stünden, normalisiere sich der Verkehrsfluss in kurzer Zeit, hieß es. Auch hätten Auffahr- und Stauende-Unfälle abgenommen.

Von dpa