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Schleswig-Holstein Mehr Unfalltote, weniger Verletzte
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14:01 04.03.2019
Von Bastian Modrow
In Schleswig-Holstein hat es 2018 erneut mehr Verkehrsunfälle gegeben. Quelle: Frank Behling
Kiel

122 Menschen starben 2018 bei Unfällen. Das sind 22 mehr als noch vor einem Jahr. Mehr Opfer gab es zuletzt 2009 mit 139 Verkehrstoten. Rückläufig ist die Zahl der Verletzten: 15 903 Personen wurden im Straßenverkehr verletzt - 251 weniger als noch 2017. Die Landespolizei musste zu 90 711 Unfällen ausrücken - 670-mal häufiger als im Vorjahr. 

Unfallflucht wird Massenphänomen

Hauptursachen für Unfälle waren 2018 Vorfahrtsmissachtungen und Fehler beim Abbiegen sowie nicht angepasste Geschwindigkeit. Wie aus dem Verkehrssicherheitsbericht der Landespolizei, der am Montag von Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) und Landespolizeidirektor Michael Wilksen vorgestellt wurde, hervorgeht, ist die Zahl der Unfallfluchten 2018 deutlich gestiegen. 20 832 Fälle wurden zuletzt angezeigt. Zum Vergleich: 2017 waren es mit 16 645 Unfallfluchten über 4200 Fälle weniger gewesen.

Weniger Unfälle mit jungen Fahrern

Ebenfalls auffällig: Die Gruppe der sogenannten Jungen Fahrer zwischen 18 und 25 Jahren verursachte weniger Unfälle: 2865 Fälle waren es 2018 - 6,3 Prozent weniger im Vorjahr. Zwölf junge Verkehrsteilnehmer wurden bei Unfällen getötet. Besonders bitter: In drei Fällen wurden Mobiltelefone im Fußraum beziehungsweise auf dem Beifahrersitz sichergestellt und dürften Unfallursache gewesen sein. Alkohol beziehungsweise Drogen waren hingegen nur in zwei Fällen verantwortlich für tödliche Unfälle.

Mehr Unfälle mit Senioren

Immer häufiger sind Senioren an Unfällen beteiligt. 3405 Fälle waren es im abgelaufenen Jahr - so viele wie noch nie. Mit 2495 verletzten beziehungsweise getöteten Senioren wurde die höchste Zahl seit Beginn der statistischen Auswertung dieser Altersgruppe gezählt. 

Rekord bei Radunfällen

Die Zahl verletzter Kinder stieg 2018 nur leicht um zwei Prozent auf 1248 Mädchen und Jungen. Bei 4493 Unfällen waren Radfahrer beteiligt - ein neuer Allzeitrekord. Jeder vierte Verunglückte im Straßenverkehr im Norden war laut Landespolizei ein Fahrradfahrer. Besonders häufig werden Fahrradfahrer in den Monaten Mai, Juni und Juli in Unfälle verwickelt. Laut Polizeistatistik ist die Gefahr morgens ab 8 Uhr sowie ab 14 und 17 Uhr für Radfahrer am höchsten.

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