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Schleswig-Holstein Unterbringung in Psychiatrie gefordert
Nachrichten Schleswig-Holstein Unterbringung in Psychiatrie gefordert
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13:38 26.02.2019
Am Dienstag wurde in Lübeck das Sicherungsverfahren gegen den 34-jährigen Tatverdächtigen wegen 48-fachen Mordversuchs mit einem psychiatrischen Gutachten und den Plädoyers fortgesetzt.  Quelle: -/TNN/dpa
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Lübeck

Der 34-Jährige hatte vor rund sieben Monaten in einem vollbesetzten Linienbus Feuer gelegt und zahlreiche Fahrgäste durch Messerstiche und Faustschläge zum Teil schwer verletzt. Eines seiner Opfer konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden.

Weitere Bilder vom Freitag finden Sie hier. 

Eine psychiatrische Sachverständige hatte am Dienstag noch einmal bestätigt, dass der 34-Jährige zur Tatzeit an einer hochgradigen paranoiden Schizophrenie litt und deshalb nicht schuldfähig war. Der Mann fühlte sich als Opfer einer Verschwörung. Unbekannte hätten sich in sozialen Netzwerken verabredet und würden ihn mit Laserstrahlen traktieren, sodass er unter brennendem Hautausschlag leide, hatte er auch vor Gericht ausgesagt.

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Täter ist psychisch krank 

Wegen der iranischen Herkunft des Täters und seiner Vorgehensweise hatten die Ermittler zunächst einen politischen oder religiösen Hintergrund des Anschlags vom 20. Juli 2018 vermutet. Bei seinen Vernehmungen wurde jedoch schnell klar, dass der Mann psychisch krank ist. Er wurde deshalb bereits im August 2018 aus der Justizvollzugsanstalt in die forensische Psychiatrie verlegt. Das Urteil soll am 8. März verkündet werden.

Von dpa