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Schleswig-Holstein Urteil im Rocker-Prozess erst 2016
Nachrichten Schleswig-Holstein Urteil im Rocker-Prozess erst 2016
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11:39 23.12.2015
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
Eigentlich sollte in Kiel das Urteil gegen einen 42-jährigen Hells Angel fallen. Doch das Gericht hat noch Klärungsbedarf. Quelle: Armin Weigel/dpa
Kiel

Das Urteil im Prozess um eine Rocker-Schießerei vor der Kaltenkirchener Therme verschiebt sich ins neue Jahr. Eigentlich war der Richterspruch schon am Mittwoch erwartet worden. Doch die 35. große Strafkammer trat noch einmal in die Beweisaufnahme ein. Dabei ging es um mehrere hundert Telefonate, die der angeklagte 42-jährige Rocker vor der Tat im Januar 2009 mit seiner damaligen Freundin und heutigen Ehefrau führte. Sie lockte laut Anklage das Opfer in seinem Auftrag in den Hinterhalt und ist deswegen bereits rechtskräftig verurteilt.

Das Urteil gegen ihren Mann könnte nun am 8. Januar fallen. Es wird voraussichtlich in Abwesenheit des Angeklagten verkündet werden. Der Rocker fehlte auch am 12. Verhandlungstag. Er hält sich nach Presseberichten in Thailand auf und soll dort eine zweite Frau geheiratet haben.

Der 42-Jährige ist Mitglied der inzwischen in Kiel verbotenen Hells Angels. Laut Anklage ist er Drahtzieher und Auftraggeber der Schüsse vor fast sieben Jahren. Sie galten einem früheren Schulkameraden, den er dem Umfeld der Bandidos zurechnete. Der Mann ist seither erwerbsunfähig. Hintergrund der Tat waren laut Staatsanwalt Kämpfe der verfeindeten Gruppierungen um Macht- und Gebietsansprüche.

Der Staatsanwalt fordert wegen gefährlicher Körperverletzung eine Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und zehn Monaten, die Verteidigung will Freispruch. Zum Aufenthaltsort des Angeklagten äußerte sich der Verteidiger nicht.

„Ein ganz toller Geist herrscht gerade in Schilksee“, schwärmt Jochen Ostertag, der mit 80 anderen Ehrenamtlern jüngst die Initiative Willkommen in Schilksee gegründet hat. 170 Flüchtlinge sollen im Januar das Containerdorf auf dem Parkplatz Tempest beziehen. Um ihnen im Alltag zu helfen, entstehen gerade verschiedene Arbeitsgruppen.

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