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Schleswig-Holstein Pioniere der kulturellen Bildung
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20:17 14.03.2016
Von Carola Jeschke
Gruppenbild mit Ministerinnen: 69 Kulturvermittler aus Schleswig-Holstein erhielten ihre Zertifikate aus den Händen von Bildungsministerin Britta Ernst und Kulturministerin Anke Spoorendonk (vorne). Die Lehrer und Künstler wollen gemeinsam kulturelle Projekte an Schulen entwickeln und kreatives Potenzial fördern. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Im Rahmen des von der Mercator-Stiftung geförderten Projekts „Schule trifft Kultur – Kultur trifft Schule“ sollen die zertifizierten Künstler und Lehrer gemeinsam Aktionen entwickeln und kreatives Potenzial an den Schulen fördern.

„Sie sind Pioniere“, lobte Britta Ernst das Engagement der Kulturvermittler. Die Qualität der kulturellen Bildung in der Schule sei ausschlaggebend dafür, ob junge Menschen später einen Zugang zur Kultur fänden. Ihr Ministerium unterstützt das Projekt gemeinsam mit dem Kulturministerium und der Mercator-Stiftung. Letztere fördert Schleswig-Holstein als eines von sechs Bundesländern bis 2017 mit insgesamt einer halben Million Euro aus Mitteln des Programms „Kreativpotentiale“ für die schulische Kulturförderung. „Die Kulturvermittler werden die Schulen bei der Konzeption, Planung und Durchführung von Projekten beraten“, sagte Wiebke Stadler von der Mercator-Stiftung. Wie solche Projekte aussehen können, zeigten einige Künstler und Lehrer anhand ihrer Abschlussarbeiten gleich an Ort und Stelle in den Räumlichkeiten der Musikschule.

"Das Wichtigste sind die Schüler"

So hatte die Regisseurin und Choreografin Stela Korljan mit Schülern der Theodor-Storm-Schule in Husum eine ausdrucksstarke Tanzperformance zu Shakespeares „Romeo und Julia“ erarbeitet. Museumspädagogin Eva Ammermann machte den Garten als „Erlebnisraum und Labor“ für Schüler der Gemeinschaftsschule Mölln erfahrbar. Die Skizzen, Zeichnungen und Plastiken wurden später in Holzarbeiten umgesetzt. Installationskünstlerin Inga Momsen aus Flensburg hatte ihr Lieblingsmaterial mitgebracht, um ihr Bild der Kulturvermittler zu verdeutlichen: Maurerschnur in leuchtendem Pink. „Man kann sie einfach abwickeln oder aufrollen, man kann sie aber auch verknoten und vernetzen, so dass neues Potenzial entsteht.“ Die Kulturvermittler seien „immer schon da“ gewesen, nur eben nicht für alle sichtbar und vernetzt. „Ich möchte, dass sich alle regionalen Gruppen verknüpfen und Kultur nach außen tragen.“

„Wortwerkerin“ Hannah Rau, die mit Schülern des Kopernikus-Gymnasiums Bargteheide ein spannendes Projekt zum Thema „Das nervt: Große Bühne für meine Beschwerde“ in Wort, Bild und Tanz umgesetzt hat, sieht nur einen Grund, Kulturvermittlerin zu sein. „Das Wichtigste an dieser Aufgabe sind die Schüler.“ Der Auftrag laute, etwas an den Schulen hörbar und sichtbar zu machen, was sonst im Verborgenen bliebe – kulturelles, kreatives Potenzial. Wie Hannah Rau haben sich alle 22 Lehrer und 47 Künstler in einem Ausschreibungsverfahren für die Qualifikation beworben. Sie realisierten im Rahmen der Weiterbildung insgesamt 37 Projekte an 30 Schulen in Schleswig-Holstein.

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