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Schleswig-Holstein Minister soll sich Boostedtern stellen
Nachrichten Schleswig-Holstein Minister soll sich Boostedtern stellen
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13:04 19.10.2018
Von Bastian Modrow
Die Kommunalpolitiker wollen, dass sich der Innenminister im September einer offenen Diskussion in Boostedt stellt.  Quelle: Ulf Dahl
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Boostedt

CDU, SPD und Wählergemeinschaft haben viele Fragen und stellen Bedingungen. „Wir möchten, dass sich Innenminister Hans-Joachim Grote den Einwohnern in einer Versammlung stellt“, sagt Bürgermeister Hartmut König (CDU).

Anfang September wollen die Kommunalpolitiker mit den Bürgern diskutieren. „Wir möchten, dass sich der Minister anhört, was die Menschen hier im Ort bewegt“, argumentiert König. In der vergangenen Woche hatte er über Probleme mit Flüchtlingen in seiner Gemeinde gesprochen, klagte über Krawall, rüpelhaftes Benehmen und Respektlosigkeit. Als Grund nannte König die Perspektivlosigkeit vieler Zuwanderer in der Landesunterkunft. Als erste Reaktion hat das Innenministerium die Polizeipräsenz erhöht.

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Zusicherung vom Land

König begrüßt dies zwar, ausreichend ist es nach Ansicht der Fraktionen in der Gemeindevertretung nicht – ebenso wenig wie die Absichtserklärung des Ministeriums. In dem „Letter of Intent“ sichert das Land zu, ab November 2019 die Zahl der in Boostedt untergebrachten Migranten auf maximal 700 zu begrenzen. Zurzeit sind es etwa 1300 Personen.

Innenminister Grote lässt über seinen Sprecher mitteilen, „immer offen“ für eine Diskussion mit Bürgern zu sein. 

14.08.2018
Niklas Wieczorek 19.10.2018