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Schleswig-Holstein Junge Frau überfallen und misshandelt
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16:37 15.08.2018
Von Bastian Modrow
An diesem Wanderweg an der Kanal-Trave wurde die Frau überfallen. Quelle: Bastian Modrow
Lübeck

Der Angreifer soll versucht haben, die junge Frau zu vergewaltigen. Dabei hat der Mann nach Informationen unserer Redaktion immer wieder brutal auf sein Opfer eingeschlagen. Offenbar wurde der Täter durch eine Passantin gestört. Er soll daraufhin von seinem Opfer abgelassen haben und geflüchtet sein.

Polizei setzte Suchhunde ein

Die junge Frau musste zur Behandlung in ein Lübecker Krankenhaus gebracht werden. Augenzeugen berichteten KN-online, dass zahlreiche Streifenwagen mehrerer Polizeireviere der Hansestadt unweit der Mühlentorbrücke im Einsatz gewesen sind. Auch Suchhunde seien eingesetzt worden. Offenkundig gelang es den Tieren, Witterung aufzunehmen.

Am Sonntagvormittag fanden nach unseren Informationen Durchsuchungen in einem Wohnheim für Flüchtlinge in der alten Seefahrtschule in der Wallstraße statt. Die Einrichtung liegt nur wenige Hundert Meter vom Tatort entfernt.

Verdächtiger wieder auf freiem Fuß

Nach Informationen von KN-Online soll ein Bewohner des Heimes von der Polizei vorübergehend festgenommen, später aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden sein. Der Anfangsverdacht ließ sich offenkundig nicht erhärten.

Täterbeschreibung und Phantombild

Nachfragen von KN-Online wollten die Polizei Lübeck und die Staatsanwaltschaft am Dienstag zunächst nicht beantworten und verwiesen auf laufende Ermittlungen. Am Mittwochnachmittag wurden eine Personenbeschreibung sowie ein Phantombild von der Polizeidirektion Lübeck veröffentlicht.

Demnach soll der Täter zwischen 30 und 40 Jahre alt und circa 1,60 bis 1,70 Meter groß sein. Er könnte aus dem arabischen Raum stammen, soll einen dunklen Teint und ein gepflegtes Erscheinungsbild haben. Der Mann soll hochdeutsch gesprochen haben. Die Zeugin beschrieb ihn weiter als schlank mit kurzen, schwarzen, gegelten Haaren. Zur Tatzeit habe er eine hellblaue, glänzende Jacke getragen.

Möglicher Zusammenhang zu anderen Taten

Weiterhin hat die Polizeidirektion Lübeck eine Ermittlungsgruppe zur Aufklärung dieses Vorfalls und drei weiterer Sexualstraftaten, die sich von Mitte Mai bis Mitte Juli 2018 im Umfeld der Lübecker Innenstadt ereigneten, eingerichtet. Es werde nach Angaben der Polizei Lübeck auch ermittelt, ob ein Zusammenhang zwischen den Taten besteht. 

Die Ermittlungsgruppe bittet um Hinweise unter der Rufnummer 0451-1310.

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