Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Schleswig-Holstein Verwirrung um Zahl der Einbrüche
Nachrichten Schleswig-Holstein Verwirrung um Zahl der Einbrüche
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:45 02.07.2016
Von Bastian Modrow
Geschnappt: Die Zahl der Festnahmen im Bereich Wohnungseinbruch ist zuletzt deutlich gestiegen, doch die Polizei will den Druck auf die Täter weiter erhöhen. Quelle: dpa
Kiel

Während das Landespolizeiamt (LPA) positiven Trend am Freitag noch bekräftigte, stieg dem Bericht zufolge, der unserer Zeitung vorliegt, die Einbruchszahl um 4,5 Prozent.

„Der erneute Anstieg der Wohnungseinbruchdiebstähle und die weiterhin sinkende Aufklärungsquote erfordern seitens der Landespolizei Schleswig-Holstein neben den täterorientierten Einsatzkonzepten auch verstärkte Präventionsmaßnahmen“, formuliert Karl-Gustav Günther, Leiter der Präventionsabteilung im LPA, in dem Konzept zur Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen. Von 2014 (7529 Fälle) auf 2015 (8456 Fälle) seien die Fallzahlen weiterhin stark gestiegen, heißt es in dem Papier. „Dieser Trend setzt sich auch im Jahr 2016 fort“, steht wörtlich in dem Konzept. „Die Anzahl der Versuche stieg von 3335 auf 3485, was eine Steigerung von 4,5 Prozent bedeutet.“

Auf Anfrage unserer Zeitung übermittelten LPA und Landeskriminalamt (LKA), die beiden Führungseinheiten der schleswig-holsteinischen Polizei, am Freitag zwei unterschiedliche Zahlenreihen – bei beiden aber zeigte die Tendenz nach unten. Die LKA-Statistik sprach von einem Rückgang von 3418 (Januar bis Mai 2015) auf 3260 Fälle (2016), ein LPA-Sprecher korrigierte diese Darstellung einige Stunden später und sprach von einem „bedauerlichen Fehler“. Der Sprecher wörtlich: „Vielleicht hat einer auf den falschen Knopf gedrückt.“ Glaubt man der LPA-Statistik, ist die Einbruchszahl von 3197 auf 2868 Fälle gesunken. Diese Zahlen wurden auch vor zwei Wochen veröffentlicht. Eine inhaltliche Erklärung für die unterschiedlichen Statistiken der Behörden konnte der LPA-Sprecher bis zum Abend nicht nennen. Auch zu dem internen Präventionskonzept, das laut Verteiler sämtlichen Polizeibehörden des Landes übermittelt worden ist, gab es keine Stellungnahme.

Zuvor hatte das Landespolizeiamt am Freitag von Erfolgen im Kampf gegen professionelle Einbrecherbanden berichtet. Demnach seien die Einbruchszahlen im Verlauf der Monate Januar bis Mai 2016 so stark wie seit Jahren nicht mehr gesunken. Das 2014 aufgesetzte Konzept der Polizei trage Früchte So habe man in den ersten fünf Monaten mehr als 60 Verdächtige festgenommen, die große Mehrheit auf frischer Tat. Das Konzept soll auch im Sommer fortgesetzt werden.

Nach dem schweren Lkw-Unfall auf der A7 bei Brokenlande sind die Aufräumarbeiten beendet. Wie die Polizei mitteilte, wird die Fahrbahn ab 17.15 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben.

KN-online (Kieler Nachrichten) 01.07.2016
Schleswig-Holstein Künnigung: Wat kümmt na't Institut för Nedderdüütsche Spraak? - Warrd dat Plattdüütsch-Institut eenfach platt maakt?

„Keen Minsch ut’e Politik hett bit nu nich mit mi schnackt. Punkt!“ Dr. Reinhard Goltz vun’t Institut för Nedderdüütsche Spraak (INS) in Bremen is suer. Keen Wunner: „Ik heff nu den Europaraat inschalt – un de sünd ok empört!“ De Grund: De veer norddütschen Bunneslänner Sleswig-Holsteen, Hamborg, Bremen un Neddersassen hebbt ehr Förderafkommen för dat Institut för Nedderdüütsche Spraak künnigt. In‘ Dezember 2017 schall endgültig Sluss ween. 272 000 Euro spendeert de veer Bunneslänner in’t Johr för’t Institut in Bremen – dat sünd twee Drüttel vun’t Budget. Un dat siet 1979.

Heike Thode-Scheel 01.07.2016

Wenn in Schleswig-Holstein in den nächsten Jahren etliche Brücken saniert werden, könnte das für die Autofahrer zusätzlichen Ärger bedeuten. Denn die Bauarbeiten würden nicht in den Navigationssystemen erscheinen. Ein Versäumnis des Kieler Verkehrsministeriums, kritisieren die Piraten und fordern schnelles Handeln.

Heike Stüben 01.07.2016