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Schleswig-Holstein Busfahrer spielte mit Handy am Steuer
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13:24 27.03.2019
Wer gegen das Handyverbot verstößt, muss 100 Euro zahlen. Im Bußgeldkatalog wird nur zwischen Vergehen von Rad- und Autofahrern unterschieden. Für Busfahrer gibt es keine strengere Regelung. Quelle: Arno Burgi
Hohenwestedt

Wie der Vater gegenüber KN-online berichtet, hatte sein Kind schon im Winter zu Hause erzählt, dass der Fahrer für die Passagiere erkennbar an seinem Handy spiele, während er gleichzeitig den Bus lenke. Der Schüler nutzt das öffentliche Verkehrsmittel regelmäßig, um aus seiner Gemeinde zur Schule nach Hohenwestedt zu kommen.

Der Vater sagt, er habe den Fahrer damals direkt angesprochen und ihn darum gebeten, mit Rücksicht auf die Sicherheit der Passagiere das Spielen am Steuer zu lassen. Als sein Kind ihm nun die im März per Handy gedrehten Filme zeigte, ging er zur Polizei.

Auf den Bildern sei zu erkennen gewesen, dass das Handy in einer Halterung steckte, so der Vater. Sowohl die App als auch die Kopfbewegungen des Fahrers beim Blick von der Straße auf das Display seien deutlich zu erkennen.

Verstoß gegen Handyverbot am Steuer: Polizei ermittelt

„Der Sachverhalt ist uns bekannt. Wir prüfen die Angaben“, sagt Reiner Tödt von der Nortorfer Polizei. Die Filme seien bereits an das Ordnungsamt des Kreises Rendsburg-Eckernförde weitergeleitet worden. „Das Bedienen von technischen Geräten während der Fahrt ist eine Ordnungswidrigkeit, jedoch kein Straftatbestand“, so Tödt.

100 Euro Bußgeld droht

Laut Paragraf 23, Absatz 1a der Straßenverkehrsordnung (STVO) dürfen elektronische Geräte während der Fahrt nur benutzt werden, wenn sie weder aufgenommen noch gehalten werden.

Erlaubt ist eine kurze Blickzuwendung auf das Smartphone, die „den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen angepasst“ ist.

Der Verstoß gegen das Handyverbot wird mit einem Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet.

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Autokraft nennt Verhalten "nicht akzeptabel"

Der Schulverband Hohenwestedt ist nach eigenen Angaben am Sonntag von der Anzeige informiert worden und hat sich an das Amt Mittelholstein gewandt. Das Amt hat sich wiederum umgehend mit der Autokraft in Verbindung gesetzt.

Die Tochter der Deutschen Bahn Regio betreibt den Buslinienverkehr in dem Gebiet, die betroffene Strecke wird allerdings von einem Subunternehmer abgedeckt. „Die Autokraft bedauert ein solches Verhalten zutiefst. Das ist nicht akzeptabel“, sagt Sprecher Egbert Meyer-Lovis.

Subunternehmer wird abgemahnt

Demnach hat der Autokraft-Niederlassungsleiter den Auftragsunternehmer bereits mit dem Sachverhalt konfrontiert. Er habe den Vorfall zugegeben und bereue diesen.

Die Autokraft werde die Firma nun abmahnen und fordert eine schriftliche Erklärung ein, dass ein solches Verhalten künftig zu unterlassen ist.

Das betroffene Busunternehmen wollte sich auf Anfrage von KN-online nicht äußern.

Von Anne Holbach und Beate König

Von KN-online

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