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Schleswig-Holstein Rutschpartie auf den glatten Straßen
Nachrichten Schleswig-Holstein Rutschpartie auf den glatten Straßen
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13:04 19.01.2018
Ein Lastwagen ist in Treia im Kreis Schleswig-Flensburg auf glatter Straße ins Rutschen gekommen und in ein Wohnhaus gekracht in dem auch ein Autohaus untergebracht ist. Zuvor prallte der Lkw noch in ein Ausstellungsfahrzeug und drückte ein zweites in die Hauswand. Quelle: Benjamin Nolte
Kiel

Glatte Straßen bereiten Autofahrern in Schleswig-Holstein am Freitag weiter Probleme. Besonders oft krachte es im äußersten Norden. In Treia im Kreis Schleswig-Flensburg rutschte am Morgen ein Lastwagen zunächst in zwei Autos und krachte anschließend in ein Wohnhaus. Der Fahrer wurde eingeklemmt, die Hausbewohner blieben unverletzt, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Auch den Streufahrzeugen und Einsatzwagen der Polizei bereitet die Glätte demnach Schwierigkeiten. Autofahrer sollten «extrem vorsichtig fahren», betonte der Sprecher.

Die Folgen von Orkantief «Friederike» schränken den Bahnverkehr am Freitag vielerorts weiter ein. Nach dem bundesweiten Stopp des Fernverkehrs seien vor allem in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen noch wichtige Strecken gesperrt, teilte die Bahn auf ihrer Webseite mit. Kunden riet ein Sprecher, sich vorab im Internet über Sperrungen und Zugausfälle zu informieren. Im Nahverkehr Schleswig-Holsteins meldete die Bahn am Morgen keine Einschränkungen.

Das Wetter hat sich mittlerweile beruhigt. Um Mitternacht hob der Deutsche Wetterdienst (DWD) die letzten Unwetterwarnungen auf. Für Hamburg und Schleswig-Holstein kündigte der DWD Schneeregen und Schneeschauer an. Probleme drohen weiterhin durch glatte Straßen.

Schneeglätte und das Orkantief hatten am Donnerstag den Verkehr im Norden massiv beeinträchtigt und zu zahlreichen Unfällen geführt. Wegen der Auswirkungen des Sturms hatte die Deutsche Bahn am Donnerstag erstmals seit dem Orkan «Kyrill» im Jahr 2007 den Betrieb auf ihrem gesamten Fernverkehrsnetz eingestellt. In Hamburg - wie auch in neun weiteren Fernbahnhöfen - richtete die Bahn einen sogenannten Aufenthaltszug ein, in dem gestrandete Reisende zur Not auch übernachten konnten. Der Regionalverkehr im Norden lief dagegen mit leichten Einschränkungen.

Polizei und Feuerwehr in Hamburg hatten viel zu tun. In Hamburg-Winterhude wurde ein 18-jähriger Schüler von einem herabfallenden Ast schwer verletzt. Auch am Flughafen Hamburg kam es zu Einschränkungen. Die Feuerwehr appellierte an die Bürger, vorerst nicht in Wälder zu gehen.

Der Busverkehr der Autokraft wurde in großen Teilen Schleswig-Holsteins vorübergehend eingestellt. Auch der Verkehr etwa auf den Autobahnen im südlichen und westlichen Schleswig-Holstein war unter anderem durch liegengebliebene Lastwagen beeinträchtigt.

In Bargteheide (Kreis Stormarn) wurde eine 66-Jährige auf schneeglatter Fahrbahn bei einem Unfall lebensgefährlich verletzt, wie die Polizei mitteilte. Bei Lohe-Föhrden (Kreis Rendsburg-Eckernförde) kam eine 21-Jährige mit ihrem Auto aus zunächst unklarer Ursache ins Schleudern, ein weiterer Wagen prallte seitlich gegen ihr Fahrzeug, wie die Regionalleitstelle Mitte mitteilte. Die junge Frau kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus.

Seit Donnerstagnachmittag habe sich die Verkehrslage entspannt, erklärten Polizei und Feuerwehr in Hamburg. In Schleswig-Holstein laufe der Verkehr seit dem frühen Abend ebenfalls wieder, hieß es. «Mit Glätte muss allerdings noch gerechnet werden.»

Von lno

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