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Schleswig-Holstein Fünf Verletzte bei Busunfall
Nachrichten Schleswig-Holstein Fünf Verletzte bei Busunfall
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17:52 18.10.2015
Von Klaus-Ulrich Tödter
In Henstedt-Ulzburg wurden vier Menschen bei einem Busunfall verletzt. Quelle: Archiv/dpa
Kaltenkirchen/Henstedt-Ulzburg.

Vier Businsassen, darunter der Fahrer, wurden leicht verletzt, der VW-Lenker schwer. Er musste von einem Team der Kaltenkirchener Feuerwehr aus dem eingedrückten Führerhaus befreit werden.

Ein mit 56 Reisenden besetzter dänischer Bus war nach Prag unterwegs. Weil die Autobahn so voll war, entschloss sich der 54-jährige Fahrer, an der Anschlussstelle Henstedt-Ulzburg abzufahren. Er hatte gerade bei der Firma Jungheinrich die Abzweigung nach Kaltenkirchen links liegen gelassen und fuhr nach Ulzburg, als es gegen 14.15 Uhr krachte. Der von einem 28-Jährigen gesteuerte entgegenkommende VW stieß in einer leichten Kurve gegen die linke Busseite. Durch die Wucht des Zusammenpralls wurde der Transporter gegen einen Grundstückszaun und anschließend zurück auf die Straße geschleudert. Dort rammte ein folgender Ford samt Anhänger mit voller Wucht die Fahrerseite des VW.

Zufällig war zu dieser Zeit gerade Karsten Radtke, Zugführer bei der Kaltenkirchener Feuerwehr, mit seinem Dienstmotorrad im Einsatz und innerhalb kürzester Zeit vor Ort. Er bemerkte sofort die zwei verkeilten Autos. „Der eingeklemmte Fahrer wurde bereits von drei Ersthelfern hervorragend versorgt“, so Radtke, der dann den Einsatz leitete. Er bemerkte dann auch den dänischen Bus, der 130 Meter von den zwei kaputten Fahrzeugen entfernt stand. 

Schnell waren 31 Kaltenkirchener Feuerwehrleute vor Ort. Exakt um 15.03 Uhr hatte ein Spezialistenteam der Wehr den 28-Jährigen aus seiner misslichen Lage befreit. Er musste schwer verletzt mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden, weil der Rettungshubschrauber wegen der schlechten Wetterlage nicht eingesetzt werden konnte.

Vorsorglich ins Krankenhaus gebracht wurden auch der Busfahrer und drei Insassen – zwei Frauen (66 und 72 Jahre alt) sowie ein Mann (64). Sie konnten aber alle wieder entlassen werden und die Reise fortsetzen. Der Ford-Fahrer (49) und seine 50 Jahre alte Beifahrerin blieben unverletzt.

Inzwischen waren auch 20 Henstedt-Ulzburger Feuerwehrleute vor Ort eingetroffen. Sie sorgten für den Transport der unverletzten Fahrgäste und des Gepäcks ins Henstedt-Ulzburger Feuerwehrhaus, wo die Reisegruppe versorgt wurde. Der dänische Bus war nicht mehr fahrbereit, weil unter anderem Bremsleitungen gerissen waren. Aus Hamburg wurde ein Ersatzbus angefordert, mit dem alle ihre Pragfahrt fortsetzen konnten.

Die Verbindungsstraße zwischen Henstedt-Ulzburg und Kaltenkirchen war stundenlang voll gesperrt, weil ein Sachverständiger sich vor Ort ein Bild machen musste und der Abtransport des Busses schwierig war. Warum der VW-Fahrer den Bus rammte, steht noch nicht fest.

Die Zahl der Motorradfahrer, die in Schleswig-Holstein und Hamburg bei einem Unfall ums Leben gekommen sind, ist gesunken. In Schleswig-Holstein verunglückten seit Jahresbeginn 16 Fahrer mit ihrem Bike tödlich, wie das Landespolizeiamt in Kiel mitteilte.

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