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Schleswig-Holstein Notstromaggregat erhitzte sich - Lage nach zwölf Stunden unter Kontrolle
Nachrichten Schleswig-Holstein Notstromaggregat erhitzte sich - Lage nach zwölf Stunden unter Kontrolle
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12:39 12.01.2020
Es kam laut Polizei zu einer starken Rauchentwicklung – die Feuerwehr habe Spezialkräfte vom Festland anfordern müssen. Quelle: Patrick Pleul/ZB/dpa/Symbolbild
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List auf Sylt

Durch ausströmende Batteriedämpfe haben in List auf Sylt sieben Menschen Atemwegsreizungen erlitten. Sie seien vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht worden, sagte der Feuerwehr-Einsatzleiter am Sonntag. Im Keller eines Gebäudes mit Hotel und Supermarkt habe sich am Samstag ein Notstromaggregat aus 36 Lkw-Batterien erhitzt. Einige Batterien seien geplatzt, beißende Dämpfe seien ausgeströmt.

Die Einsatzkräfte hätten das Gebäude und zwei Nachbarhäuser evakuiert. 25 bis 30 Gäste des Hotels wurden demnach am Morgen in Sicherheit gebracht. Vier Gäste und drei weitere betroffene Menschen kamen ins Krankenhaus. Die Unglücksursache wird noch ermittelt.

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Batterien erwärmten sich auf 75 Grad und verschmolzen miteinander

Die Feuerwehr von List forderte zunächst den Löschzug Gefahrgut der Insel Sylt an, dann den des Landkreises Nordfriesland. Die Kameraden aus Husum mussten mit ihren drei Fahrzeugen mit der Fähre über die dänische Nachbarinsel Röm anrücken. Auch ein Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger habe beim Übersetzen der Feuerwehrleute geholfen.

Die Batterien hätten sich auf 75 Grad erwärmt und seien miteinander verschmolzen, sagte der Sprecher. Die Einsatzkräfte befürchteten eine Explosion. In Schutzanzügen seien die Kameraden in den Keller gegangen und hätten die 25 bis 30 Kilo schweren Batterien herausgeholt. Zuvor musste das Haus vom Stromnetz getrennt werden.

Die Feuerwehr war mehr als zwölf Stunden lang mit über 50 Kräften im Einsatz. Zwei Kameraden hätten über Kreislaufbeschwerden geklagt und seien ebenfalls ins Krankenhaus gebracht worden. Der Supermarkt soll am Montag wieder öffnen. Das Hotel sei noch nicht wieder freigegeben worden.

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Von RND/dpa