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Schleswig-Holstein Vom Grabstein bis zum Brustimplantat
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12:20 02.09.2018
Grabsteine, Zahnprothesen, eine Jesus-Statue, eine Goethe-Büste und weitere Fundsachen sind auf einem Tisch im zentralen Fundbüro in Hamburg-Altona zu sehen. In den Fundbüros in Hamburg und Schleswig-Holstein landen neben den Klassikern wie Schlüsseln und Ausweisen auch immer wieder kuriose Gegenstände. Quelle: Christian Charisius
Kiel/Hamburg

In den Fundbüros in Hamburg und Schleswig-Holstein landen neben den Klassikern wie Schlüsseln und Ausweise auch immer wieder kuriose Gegenstände. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse Agentur unter den größten Fundbüros.

Hamburg: Im zentralen Fundbüro in Hamburg-Altona landen pro Jahr rund 40 000 Gegenstände. Die Palette reiche von Kloschüsseln bis zu Smartphones, sagt Martin Roehl vom Bezirksamt Altona. Im Laufe der Jahre haben auch kuriose Dinge ihren Weg in das Hamburger Büro gefunden: Grabsteine, Urnen, ganze Couchgarnituren, ein Whirlpool, Zahnprothesen, Brustimplantate und eine Jesus-Statue. „Leider ist nicht mehr überliefert, wo genau diese Dinge gefunden wurden“, sagt Leiterin Karen Hilgendorf. Die meisten Dinge kommen über die Polizei in das größte Fundbüro der Hansestadt oder werden in öffentlichen Verkehrsmitteln gefunden.

Kiel: Im Fundbüro der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt landen pro Jahr rund 4000 Gegenstände - am meisten im Juni, wenn Zahntausende Menschen die alljährliche Kieler Woche besuchen, teilte Fundbüroleiterin Katja Burkhart mit. Insgesamt sei die Zahl der Fundsachen in den vergangenen Jahren gestiegen. Ein außergewöhnlicher Fund sei eine alte Ledermappe mit Zeugnissen eines Doktoranden aus den Jahren 1950 bis 2004 gewesen, die die Polizei nach Angaben des Fundbüros in einem Schrank auf dem Sperrmüll gefunden hatte. 13 Jahre nach dem Verlust konnte der Eigentümer ausfindig gemacht werden. In Erinnerung geblieben ist den Mitarbeitern des Kieler Fundbüros auch eine Zahnprothese, die in einer Tüte an einer Bushaltestelle gefunden wurde.

Lübeck: Im Fundbüro der Hansestadt Lübeck werden pro Jahr etwa 3000 Fundsachen abgegeben. Die höchsten Fallzahlen treten in den Wintermonaten Dezember und Januar sowie im Sommer zwischen Juni und September auf, teilte Stadtsprecherin Nicole Dorel mit. Besonders kuriose Funde waren zuletzt einige Zahnprothesen und ein großer Stofftiger, der täuschend echt ausgesehen habe.

Flensburg: Das Fundbüro Flensburg ist Aufbewahrungsort für etwa 2500 Fundstücke pro Jahr, erklärte Stadtsprecher Clemens Teschendorf. Bei den vierteljährlich stattfindenden Versteigerungen werden nach Angaben des Sprechers kleinere Gegenstände in Säcke gepackt und als Überraschungsbeutel unter die Bieter gebracht. Besonders ausgefallene Stücke wurden auch im Hafenbecken gefunden: ein Spielautomat, ein künstliches Bein oder ein Rollstuhl. Das derzeitige Highlight im Flensburger Fundbüro sei ein neuwertiger Dressursattel, der in einer kleinen Seitenstraße gefunden wurde, in der es keinen Bezug zu Pferden gibt. „Der Sattel ruft in unserem Fundbüro immer wieder schmunzeln hervor“, sagt Teschendorf.

In der Regel haben Eigentümer sechs Monate Zeit sich bei einem Verlust zu melden. Ist der Besitzer nach dieser Zeit nicht bekannt, wird der Gegenstand meist versteigert.

Von lno

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