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Schleswig-Holstein Corona-Krise: Hier gibt es zusätzliche Pflegekräfte
Nachrichten Schleswig-Holstein Corona-Krise: Hier gibt es zusätzliche Pflegekräfte
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08:31 25.03.2020
Von Heike Stüben
Auf den Pflegefachkräften liegt neben den Ärzten die Hauptlast in der Coronakrise. Doch auch andere Patienten müssen weiter versorgt werden. Deshalb werden zusätzliche Kräfte gesucht. ein neuer Pool hilft dabei in Schleswig-Holstein. Quelle: Marcel Kusch
Neumünster

Bereits in der vergangenen Woche hatten viele Krankenhäuser im Land Schleswig-Holstein nach zusätzlichen Pflegefachkräften, Medizinstudenten und freiwilligen Helfern gesucht. Doch das sorgte auch immer wieder für Verwirrung.

Zum Beispiel klagte eine Kielerin: „Ich habe mich beim UKSH gemeldet, aber noch keine Rückmeldung. Soll ich mich jetzt lieber noch woanders melden? Weshalb gibt es keine zentrale Vermittlungsstelle?“

Plattform für Pflegefachkräfte

Doch die gibt es: In Absprache mit dem Sozialministerium hat die Pflegeberufekammer in Neumünster eine Plattform für Pflegefachkräfte eingerichtet. 

„Der Aufruf, sich freiwillig für den Einsatz in Krankenhäusern, stationären Pflegeeinrichtungen oder ambulanten Diensten zu melden, ist auf eine große Resonanz gestoßen. Viele qualifizierte und erfahrene Pflegefachpersonen haben sich in kurzer Zeit gemeldet und sind bereit, im Bedarfsfall zu helfen“, berichtet Jan Dreckmann von der Kammer.

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Kräfte werden an Einrichtungen vermittelt 

In Abstimmung mit dem Sozialministerium hat die Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein deshalb eine zweite Stufe der Vermittlung gestartet: Ab sofort können Einrichtungen ihren Bedarf an zusätzlichen Pflegefachkräften melden.

„Der Aufruf richtet sich an alle Akteure, die einen Bedarf an Pflegepersonal haben“, betont Dreckmann. Dazu gehören Krankenhäuser/Kliniken, Pflegeheime, Praxen, MVZ, Ambulanzen, Rettungsdienst, Feuerwehr und Gesundheitsämter.

Einsatz schon jetzt vorbereiten

“Die Dynamik der Corona-Pandemie und die Rückmeldungen aus den Einrichtungen zeigen, dass der Bedarf schon in absehbarer Zeit da sein könnte. Wir können den Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten schon jetzt helfen. Wir werden ihren Bedarf gezielt an qualifizierte Freiwillige weitergeben, die sich dann melden”, so Patricia Drube, Präsidentin der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein.

Die Kontaktaufnahme einige Zeit vor einem Einsatz ist sinnvoll, um organisatorische Fragen klären zu können und eine Einarbeitung zu ermöglichen.  Übrigens: Wer sich als Freiwilliger bei der Plattform meldet, wird damit nicht bei der Kammer als Mitglied registriert.

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