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Schleswig-Holstein CDU ringt um zusätzliche Waldflächen
Nachrichten Schleswig-Holstein CDU ringt um zusätzliche Waldflächen
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11:52 12.09.2019
Von Christian Hiersemenzel
Wälder in Schleswig-Holstei zeigen häufig Schäden durch Borkenkäfer, Trockenheit und Klimawandel. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Derzeit seien elf Prozent der Landesfläche bewaldet – etwa 173.000 Hektar. Mit ihrer Initiative will die CDU-Fraktion bis zum Jahr 2030 die Aufforstung von rund 15.000 Hektar erreichen. Das entspräche knapp 75 Millionen Bäume.

Die Stiftung Naturschutz äußerte sich zum Aufforstungsziel kritisch. Zwar sei grundsätzlich jede Initiative zu begrüßen, um den Anteil der Waldfläche im waldärmsten Flächenland zu erhöhen. Effektiver seien aber wiedervernässte Moore. Sie würden mehr als fünfmal so viel Treibhausgase speichern wie Wald: jährlich 30 bis 50 Tonnen pro Hektar statt 5,4 bis zehn Tonnen. "Das heißt nichts anderes als mehr Klimaschutz auf weniger Fläche", sagte Stiftungs-Sprecherin Nicola Brockmüller.

Lesen Sie auch:Die Wälder in Schleswig-Holstein leiden

Waldkipfel: Stiftung Naturschutz äußert sich kritisch

Sie bezeichnete es in Kiel als ökologisch sinnlos, weitere Flächen im Stiftungsland aufzuwalden. Auf Magerrasen, Heiden oder Feuchtwiesen Bäume zu pflanzen, würde von wenig Weitblick zeugen, weil dort der Lebensraum vieler Insekten sei, aber auch ehemals häufiger Vogelarten wie dem Braunkehlchen und der Feldlerche. Brockmüller wies darauf hin, dass die Stiftung Naturschutz Moore und Wälder bewusst sich selber überlasse. Ganz anders sei dies in Forstwäldern: Fast 50 Prozent der dort geschlagenen Bäume würden am Ende immer noch thermisch verwertet. "Sie verbrennen dann zwar klimaneutral. Als Klimaspeicher können sie aber nicht gelten."

Lesen Sie hier den Kommentar von Christian Hiersemenzel. 

Bereits am Dienstag hatte der Landesbauernverband darauf hingewiesen, dass auch Ackerflächen keinesfalls für Wald in Frage kämen.

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