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Schleswig-Holstein Wetterdienst warnt vor strengem Frost in Teilen von SH
Nachrichten Schleswig-Holstein

Warnung vor strengem Frost am 13. und 14.02.2021 in Schleswig-Holstein

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13:01 13.02.2021
Eiszapfen hängen an den Bootsstegen im Kieler Hafen.
Eiszapfen hängen an den Bootsstegen im Kieler Hafen. Quelle: Axel Heimken/dpa
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Lübeck

„Es tritt Frost zwischen -8 °C und -13 °C auf. Vor allem bei Aufklaren über Schnee sinken die Temperaturen auf Werte bis -17 °C“, warnen die Experten vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Die Warnung gilt vorerst bis Sonntag (14. Februar), 12 Uhr.

Hier wird vor strengem Frost gewarnt:

So ist das Wetter aktuell über Lübeck

So wird das Wetter in Deutschland

Es bleibt frostig in Deutschland. „Am Rande eines Hochs über Nordeuropa wird mit einer nordöstlichen Strömung sehr kalte arktische Polarluft nach Deutschland gelenkt“, berichtete am Donnerstag der Deutsche Wetterdienst. „Am Alpenrand sorgt ein Italientief anfangs noch für Schneefall.“

Tagsüber gebe es am Donnerstag weiterhin verbreitet leichten bis mäßigen Dauerfrost zwischen minus 1 und minus 10 Grad. In der Nacht zum Freitag sei verbreitet mit mäßigem bis strengen Frost zwischen minus 8 und minus 17 Grad zu rechnen – im zentralen und östlichen Mittelgebirgsraum sowie in Teilen Süddeutschlands bei Aufklaren sogar um oder etwas unter minus 20 Grad.

Was müssen Mieter beachten, wenn die Heizung ausfällt?

Was hat der Frost für Auswirkungen auf den Verkehr?

Für Straßen und Wege gilt: Seien Sie vorsichtig. Es kann glatt sein – auf LN-Online informieren wir über Warnungen in Ihrer Region.

Die Deutsche Bahn (DB) meldet, dass ein Kälteeinbruch mit Temperaturen von örtlich bis zu minus 20 Grad den Fern- und Nahverkehr beeinträchtigen kann. „Durch die extreme Witterung werden Fahrzeuge und Teile der Infrastruktur wie Weichen und Oberleitungen im besonderen Maße beansprucht“, sagt ein Sprecher.

Generell sollten Sie sich vor Reisen mit dem öffentlichen Nahverkehr informieren, ob die Verbindung wie geplant durchgeführt wird. So kann etwa auch der Fährverkehr durch Vereisung betroffen sein. Die LVG in Lübeck berichtet hier über Verzögerungen, bei der Bahn können Sie sich hier informieren.

Wie kann ich Obdachlosen bei der Kälte helfen?

Zunächst gilt: Wenn sich obdachlose Menschen augenscheinlich in einer gesundheitlichen Notlage befinden und nicht ansprechbar sind, sollte sofort der Notruf gewählt werden. Die Sanitäter entscheiden dann, wie der Person weitergeholfen werden kann. Selbst wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass ein medizinischer Einsatz nicht notwendig ist, müssen keinesfalls Kosten übernommen werden. Wer in einem offensichtlichen Notfall untätig bleibt, macht sich der unterlassenen Hilfeleistung strafbar.

• Wer sich nicht traut, Obdachlose anzusprechen oder nicht weiß, was zu tun ist, kann andere Passanten um Mithilfe bitten. Lehnt ein Mensch die angebotene Hilfe allerdings ab, sollte dies akzeptiert werden.

• Wenn ein Obdachloser Hilfe benötigt und diese akzeptiert, stehen nachts in vielen deutschen Großstädten Kältebusse für eine akute und mobile Versorgung bereit. In den Bussen gibt es Getränke, Speisen, oft zusätzliche Schlafsäcke und eine Möglichkeit, sich aufzuwärmen. Auch können die Mitarbeiter die Obdachlosen in Notunterkünfte bringen. Wichtig: In Sozialen Netzwerken kursieren alljährlich gefälschte Nummern von Kältebussen. Die Hamburger Diakonie warnt davor, diese zu verbreiten.

• Tagsüber bieten soziale und kirchliche Einrichtungen Wärmestuben, Cafés oder ähnliche Aufenthaltsmöglichkeiten an.

• An mehr als hundert deutschen Bahnhöfen versorgen Mitarbeiter der Bahnhofsmission bedürftige Menschen und helfen in Notlagen weiter. Neben Speisen und Getränken gibt es meist auch die Möglichkeit, sich aufzuwärmen. An größeren Bahnhöfen sind die Missionen rund um die Uhr geöffnet. Hier finden Sie eine Übersicht aller Standorte.

• Neben Geldspenden für die Nothilfeprogramme und Kältebusse, helfen je nach Einrichtung auch Kleiderspenden und Sachspenden. In vielen Städten gibt es Spendenannahmestellen für Menschen auf der Straße.

Wann darf ich zugefrorene Seen betreten?

Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) warnt vor dem Betreten nicht freigegebener Eisflächen: „Trotz der Minusgrade sind viele Eisflächen zu dünn; es droht Einbruch“, erklärt DFV-Vizepräsident Hermann Schreck. Auch tagelang herrschender Frost garantiere nicht, dass die Eisdecke auf Seen oder Flüssen tragfähig ist.

Besonders Kinder lassen sich vom glitzernden Eis zu unvorsichtigem Verhalten verleiten. „Betreten Sie nur freigegebene Eisflächen!“, mahnt Schreck. Für die Freigabe sind die örtlichen Behörden zuständig.

Was machen Tiere bei Frost?

Die meisten Tiere kommen auch im kalten Winter zurecht. Sie haben ganz unterschiedliche Tricks entwickelt, mit dem Frost umzugehen. Manche setzen wärmenden Winterspeck an oder lassen sich ein dickes Fell wachsen. Andere verziehen sich in wärmere Verstecke.

Vögel werden auch bei heftigem Frost durch ihre Federn geschützt. Wenn es richtig kalt wird, ziehen sie ihre Köpfe und Flügel ein und plustern ihr Gefieder auf. Das wärmt die Tiere gut. Einige Vögel rücken auch enger zusammen und kuscheln, um sich warm zu halten, Zaunkönige zum Beispiel. Je kleiner ein Tier ist, desto schwerer fällt es ihm jedoch, warm zu bleiben.

Viele Insekten verstecken sich und verharren in Froststarre. Sie brauchen es richtig kalt. Denn wenn es im Winter zu warm ist, können sie in ihrer Winterruhe von Schädlingen befallen werden.

Von RND/kha/dpa