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Schleswig-Holstein Warum Impfen Leben rettet: Corona-Infos auf Türkisch und Arabisch
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Warum Impfen leben rettet: Infos zur Corona-Impfung auf türkisch und arabisch

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19:33 11.06.2021
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
So sieht die Beilage aus, die kostenlos als PDF-Datei heruntergeladen werden kann.
So sieht die Beilage aus, die kostenlos als PDF-Datei heruntergeladen werden kann. Quelle: Lina Schlapkohl
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Kiel

Hilft eine Schutzimpfung gegen Corona wirklich – oder schadet sie eher? Ist es nicht irgendwie verdächtig, wie schnell die Vakzine entwickelt wurden? Wer weiß, ob die wirklich sicher sind … Mit diesen und schlimmeren Zweifeln haben es Mediziner zu tun, die Menschen von den Vorteilen einer Corona-Impfung überzeugen wollen. Ausgerechnet in Vierteln mit beengten Wohnverhältnissen und somit erhöhter Ansteckungsgefahr wie etwa Gaarden und Mettenhof kommen oft auch noch Sprachbarrieren erschwerend hinzu. Die „Kieler Nachrichten“ starten daher gemeinsam mit der Stadt Kiel eine Informationskampagne – in mehreren Sprachen wird im „Kieler Express“ erklärt, wieso die Impfungen eine gute Sache sind.

Erste Auflage auf Türkisch und Arabisch

„Unsere Idee ist, über unser kostenlos verteiltes Blatt möglichst viele Haushalte mit diesen Infos zu erreichen“, sagt KN-Chefredakteurin Stefanie Gollasch. Die Redaktion hat die wichtigsten Fakten rund ums Impfen zusammengetragen und mithilfe des Presseamts der Stadt von diplomierten Dolmetschern ins Türkische sowie ins Arabische übersetzen lassen. Weitere Sprachen folgen in den kommenden Wochen.

Auf vier Seiten im Innenteil des „Express“ wird erklärt, welche Vorurteile gegen die Impfungen längst widerlegt sind, welche Hygieneregeln wichtig sind und einiges mehr. Zudem erläutern ein Syrer und eine Türkin aus Kiel, warum sie sich impfen lassen. „Wir hoffen, dass sich durch diese positiven Vorbilder viele Menschen mit türkischen oder arabischen Wurzeln angesprochen fühlen und die Impfbereitschaft steigt“, erklärt Gollasch.

Hier können Sie das PDF kostenlos herunterladen

Man will alle Kielerinnen und Kieler ansprechen

„Jede Impfung bringt uns dem Ende der Pandemie näher“, betont Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. Das Coronavirus kenne keine Sprachgrenzen, daher sei es wichtig, in der jetzigen Situation möglichst alle Kielerinnen und Kieler zu erreichen und sie über Test- und vor allem Impfmöglichkeiten zu informieren. „Ich freue mich sehr über dieses Projekt, das niederschwellig in verschiedenen Sprachen die wichtigsten aktuellen Informationen zusammenfasst“, sagt Kämpfer.

Die Info-Kampagne soll unter anderem auch den Weg bereiten für die mobilen Impfteams, die ab sofort insbesondere Stadtteile wie Gaarden oder Mettenhof ansteuern. Zwar gingen zuletzt die Infektionszahlen auch in diesen beiden Vierteln erfreulich deutlich zurück, noch immer stecken sich dort jedoch stadtweit die meisten Menschen an. Diejenigen, die selbst nicht in der Lage sind, sich um einen Termin im Impfzentrum oder beim Hausarzt zu bemühen, sollen nun die Möglichkeit bekommen, sich schnell und unkompliziert immunisieren zu lassen. Dieses Angebot gilt zunächst für Menschen aus den Priorisierungsgruppen 1 und 2.

Lesen Sie auch: Was sich ab 14. Juni beim Impfen ändert

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Mobile Impfteams für unkomplizierte Immunisierung

Nach dem Start am Donnerstag wurden bereits in der der Anlaufstelle Nachbarschaft (Anna) im Stadtteil Schilksee die ersten Dosen verabreicht. Laut Gesundheitsdezernent Gerwin Stöcken soll das mobile Team mindestens in den nächsten fünf Wochen an verschiedenen Stellen in der Stadt aktiv werden. Geimpft wird an fünf Tagen in der Woche, die Kapazität liegt bei 80 bis 120 Impfungen pro Tag. Wie viele Dosen genau verabreicht werden können, hängt vom Beratungsbedarf der Impflinge ab. Schließlich können sich auch blinde oder taube Menschen von den mobilen Teams impfen lassen. Hier können die Aufklärungsgespräche länger dauern.

Der Weg zu einem Impftermin bei den mobilen Teams ist kurz und unbürokratisch. Bei der Vermittlung helfen beispielsweise die sozialen Dienste. Aber auch in Drogenberatungsstellen oder bei der Obdachlosenhilfe werden Termine vermittelt. Die Einrichtungen, etwa die Annas, aber auch das DRK, notieren die Namen, vergeben ein Datum und eine Uhrzeit für die Impfung. Anschließend wird dann eine Liste mit den Daten an die Impfstationen weitergeleitet.

KN-online (Kieler Nachrichten) 11.06.2021
Christian Hiersemenzel 11.06.2021
Thomas Geyer 10.06.2021