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Schleswig-Holstein Lokaljournalismus in der Corona-Krise - wichtig und wertvoll
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Warum Lokaljournalismus wichtig ist - und nicht alles kostenlos sein kann

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16:32 25.10.2020
Von Christian Longardt
Christian Longardt erklärt, warum die Kieler Nachrichten und die Segeberger Zeitung in der Corona-Krise Artikel nicht verschenken können. Quelle: Ulf Dahl / Center for Disease Control/Planet Pix via ZUMA Wire/ dpa /
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In diesen außergewöhnlichen Zeiten ist das Informationsbedürfnis der Menschen besonders groß. Kieler Nachrichten und Segeberger Zeitung sind mit ihren Journalistinnen und Journalisten in der Corona-Krise deshalb fast rund um die Uhr für Sie da - auch in der zweiten Welle. Das können wir nicht kostenlos tun, weil die journalistische Arbeit etwas wert ist.

Das Coronavirus hat unseren Alltag seit März verändert – und Sie, liebe Leserinnen und Leser, haben viele Fragen, was das konkret bedeutet. Wen rufe ich im Verdachtsfall an? Warum gibt es in keine Beschränkung, wenn schon viele Fahrgäste im Bus sitzen? Und welche Regeln gelten, wenn in einem Kreis die kritischen Inzidenzwerte von 35 und 50 überschritten werden? Die Liste möglicher Fragen ist jetzt schon lang und sie wird durch die sich tagtäglich ändernde Lage immer länger.

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Die Menschen wollen Transparenz und Orientierung, wenn es um die Themen vor der eigenen Haustür geht. Die Regionalzeitung ist aus Sicht der Deutschen eine der glaubwürdigsten Nachrichtenquellen. Den sich daraus für uns ergebenden Auftrag wollen und müssen wir auch in Krisenzeiten unvermindert wahrnehmen – gerade digital. Unsere Verantwortung gilt der Region, in der wir leben. Denn Sie verlassen sich auf uns – auf unsere professionelle Recherche und verlässliche Informationen. Danke für das Vertrauen!

Redakteure beinahe pausenlos im Einsatz

Derzeit sind unsere Redakteurinnen und Redakteure beinahe pausenlos im Einsatz, um Sie auf dem Laufenden zu halten. Wir erfahren in diesen Tagen großen Zuspruch von den Menschen in unserer gemeinsamen Heimat – und müssen uns dennoch zugleich mit Vorwürfen auseinandersetzen, wir würden die Krisensituation ausnutzen, um uns zu bereichern.

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Gern wird von Kritikern auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk verwiesen, er würde kostenlos die wichtigen Informationen verbreiten. Das ist falsch, denn dabei wird der Rundfunkbeitrag unterschlagen, den jeder Haushalt zahlen muss. Als privatwirtschaftlich organisiertes Medienhaus müssen wir uns eigenständig finanzieren – auch in schweren Zeiten können wir unser Geschäftsmodell nicht einfach über Bord werfen. Die Produkte im Supermarkt oder in der Apotheke müssen ebenso bezahlt werden, auch in der Corona-Krise.

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Wenn es uns in Deutschland nicht gelingt, auf Sicht nennenswerte Einnahmen aus unseren digitalen Angeboten zu generieren, wird es in absehbarer Zeit keine Lokalzeitungen mehr geben können, denn die gedruckte Zeitungsauflage schrumpft überall immer weiter. Jetzt stellen Sie sich einmal vor, in einer Phase wie der gegenwärtigen gäbe es keine anderen regionalen Informationsquellen als die sozialen Netzwerke und Verlautbarungen offizieller Stellen, die Sie sich selbst zusammensuchen und bewerten müssten?

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Bleiben Sie gesund!

Herzliche Grüße

Ihr

Christian Longardt,

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