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Schleswig-Holstein Muntere Fragestunde im Klassenzimmer
Nachrichten Schleswig-Holstein Muntere Fragestunde im Klassenzimmer
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14:45 03.03.2017
Von Florian Sötje
Zoe, Josephine und Mia (v.l.) schmöckern in der Zeitung und haben ihren Spaß. Quelle: Florian Sötje
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Wasbek

Beide Klassen nehmen neben 82 weiteren im KN-Verbreitungsgebiet an dem Projekt „MiSch – Medien in der Schule“ teil, bekommen täglich für jeden Schüler ein aktuelles Zeitungsexemplar ins Klassenzimmer geliefert und können Redakteure einladen, die den Kindern Rede und Antwort zu ihrer Arbeit bei den Kieler Nachrichten stehen.

Rollenwechsel für den Volontär

Für den Volontär heißt das: Rollenwechsel. Die Fragen stellen heute andere. Jeder Schüler hat eine vorbereitet. Sie sind abwechslungsreich, kreativ und überraschend. Wiederholungen gibt es fast nicht: „Wie lange schreiben sie an einem Artikel?“ „Wie viele Zeitungen werden täglich gedruckt?“ „Wer entscheidet über die Schlagzeile?“ „Welche war die beste Geschichte, die sie geschrieben haben?“ – der Wissensdurst der Viertklässler ist immens und bringt den Volontär ins Schwitzen – besonders nach der Bitte, die letzten Fragen aufgrund der fortgeschrittenen Zeit kurz und knapp zu beantworten. Die Schulstunden scheinen wie im Fluge zu vergehen. „Was würde passieren, wenn es die Pressefreiheit in Deutschland nicht mehr geben würde?“, ertönt es kurz darauf durchs Klassenzimmer. Gar keine einfache Aufgabe, solch ein Besuch in der Grundschule. Danach werden noch Begriffe wie Autorenzeile, Andruck oder Chefredakteur geklärt.

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Großes Angebot zum Projekt

Doch bei Fragen bleibt es nicht. Ein kürzlich erschienener Artikel über die Erhaltung von alten und heimischen Apfelsorten hat eine Schülerin besonders begeistert: „Richten sie dem Autor aus, dass das ein sehr guter Artikel ist. Das hat er schön gemacht.“ Als Belohnung für die gute Arbeit des Kollegen hat sie den Artikel ausgeschnitten und in ihre Zeitungsmappe eingeklebt. Die einzelnen Seiten durchstöbern, Geschichten sammeln oder zu einem bestimmten Thema etwas malen – es zeigt sich beim Besuch im Klassenzimmer, dass die Zeitungen bei den Schülern auf ganz verschiedenen Wegen im Unterricht zum Einsatz kommen. Tipps und Unterrichtsmaterial bekommen die Lehrer während der vierwöchigen MiSch-Projektphase zugeschickt. „Ein wirklich reichhaltiges Angebot“, sagt Hildegard Kommert-Heyn.

Am Ende der beiden Schulstunden, die im rasenden Tempo vorbeigehuscht sind, freuen sich die Lehrerinnen über die gebannten Blicke, das Interesse und den Einfallsreichtum ihrer Schüler und der Volontär über die muntere Fragestunde zu seiner täglichen Arbeit. Ein Lob gibt es von Schülerseite auf dem Weg aus dem Klassenzimmer: „Du bist ein guter Reporter.“ Na, dann hatten doch alle ihren Spaß.