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Schleswig-Holstein WWF warnt vor steigendem Meeresspiegel
Nachrichten Schleswig-Holstein WWF warnt vor steigendem Meeresspiegel
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14:00 24.09.2019
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Mehr Sandvorspülungen, weniger Beton: So stellt sich der WWF den Küstenschutz in Schleswig-Holstein vor. Quelle: Niklas Wieczorek
Berlin/Büsum

Künftig werde sich der Anstieg des Meeresspiegels an Nord- und Ostsee "drastisch beschleunigen", warnte der WWF am Dienstag in Berlin und Büsum. "Wenn der Meeresspiegel zu schnell steigt, drohen Wattflächen zu ertrinken, die Erosion der Küste, Inseln und Halligen nimmt ebenso zu wie das Sturmflutrisiko",  sagt Jannes Fröhlich, Referent für Wattenmeerschutz.

Der WWF fordert daher im Vorfeld des IPCC Sonderberichts über den Ozean und die Kryosphäre ein umfassendes Paket an Klimaschutzmaßnahmen und -gesetzen, die eine schnelle Minderung von Treibhausgasemissionen sicherstellen.

Meeresspiegelanstieg

Hintergrund: Meeresspiegelanstieg an der Nord- und Ostsee

Der mittlere Meeresspiegel ist an den deutschen Küsten von Nord- und Ostsee im letzten Jahrhundert insgesamt um etwa 15 bis 20 Zentimeter gestiegen. Für den Zeitraum 2000 bis 2100 rechnet die Klimaforschung – je nach menschlichem Handeln – in ihren Szenarien mit einem Anstieg von etwa 0,3 bis 1 Meter. Ein höherer Anstieg kann nicht ausgeschlossen werden.

WWF fordert Küstenschutz im Einklang mit der Natur

Die Küstenschutzmaßnahmen sollen dabei "im Einklang mit der Natur" stehen. So wirkten Sandvorspülungen sowie Wattflächen und Salzwiesen als "Puffer vor Überschwemmungen" und seien ein besser als "Schutzbauten aus Stein oder Beton".

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An unbewohnten Küstenabschnitten könnten Deiche zurückverlegt werden, erklärte der WWF. Dadurch würden höher gelegene Rückzugsräume für die durch den Meeresspiegelanstieg vom Ertrinken bedrohten Pflanzen und Tiere entstehen.

Fröhlichs Forderungen hat der WWF Deutschland in einer Sonderstellungnahme zusammengefasst, um dem Verlust einzigartiger Lebensräume wie Wattflächen, Dünen und Salzwiesen im Wattenmeer und an der Ostsee entgegenzuwirken

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