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Schleswig-Holstein Weitere Sturmfluten im Norden erwartet
Nachrichten Schleswig-Holstein Weitere Sturmfluten im Norden erwartet
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07:09 11.02.2020
Der Fischmarkt mit der Fischauktionshalle in Hamburg steht während der Sturmflut unter Wasser. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
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Kiel/Hamburg

Der Norden ist trotz des kräftigen Orkans «Sabine» bisher glimpflich davon gekommen, erwartet aber weitere Sturmfluten an den Küsten und in Hamburg. «Um 5.45 Uhr kommt an der Elbe die nächste Sturmflut», sagte ein Sprecher der Hamburger Feuerwehr. Das Wasser überschwemmte am Montagabend den Fischmarkt und angrenzende Straßen, mehrere Autos konnten rechtzeitig abgeschleppt werden. Der Fluss stieg auf 2,70 Meter über dem mittleren Hochwasser, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie mitteilte. Am Dienstag und Mittwoch soll es jeweils zwei Sturmfluten geben, die aber nicht mehr so hoch ausfallen sollen.

Auch die Fähranleger in Dagebüll und Wyk auf Föhr standen unter Wasser. Die Fluttore, die Wyk vor den Nordseefluten schützen sollen, waren geschlossen. Der Hafen sei übergelaufen und zum Fähranleger komme man derzeit auch nicht, sagte die Mitarbeiterin während des Höchststandes. Auch an den Sylter Stränden nagten die Fluten. Auf den Halligen hieß es «Land unter». Auch am Dienstag kommt es wegen der erwarteten erhöhten Hochwasserstände zu Behinderungen im Fährverkehr nach Amrum und Föhr. Einige Überfahrten am Mittag und Nachmittag fallen aus. Die Verbindungen zu den Halligen fallen aus.

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Dach-Einsturz gefährdet Bahnverkehr

Am Hamburger Flughafen sollte sich der Betrieb normalisieren. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass auch am Dienstag noch Flüge abgesagt würden, sagte eine Sprecherin. Für eine Verbindung nach Amsterdam wurde das bereits angezeigt.

Wegen des drohenden Dach-Einsturzes einer Lagerhalle wurde der Bahnverkehr zwischen Bad Segeberg und Neumünster am Montagabend gesperrt. «Die Bundespolizei hat die Strecke gesperrt», sagte eine Bahnsprecherin. Die regionale Dieselstrecke RB82 geht von Bad Oldesloe nach Neumünster. Ein Ersatzverkehr wurde in unregelmäßigen Abständen eingerichtet. Auch die Bundesstraße 206 in Bad Segeberg wurde wegen der Gefahr voll gesperrt. Große Wellblechplatten hatten sich an dem Lager gelöst, wegen des Sturms konnte die Feuerwehr zunächst nichts befestigen.

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