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Schleswig-Holstein Ist der Aufwärtstrend bei Geburten zu Ende?
Nachrichten Schleswig-Holstein Ist der Aufwärtstrend bei Geburten zu Ende?
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09:05 10.02.2020
Von Heike Stüben
Ein paar Jahre ging es aufwärts mit den Geburten in Schleswig-Holstein. Nun scheint der Zenit überschritten. Die Milupa-Liste verzeichnet erstemals wieder weniger Neugeborene.  Quelle: Michael Reichel/dpa/infogr.am
Kiel

Kiel - Das war der Geburtsort, der auch 2019 am häufigsten in den Geburtsurkunden in Schleswig-Holstein. Fast ebenso häufig war es aber Lübeck. In beiden Städten gibt es jeweils zwei Häuser, die stark von schwangeren Frauen frequentiert werden.

Lübeck profitiert dabei von einem sehr großen Einzugsgebiet. Hinzu kamen 2018 und 2019 die Probleme der Sana Klinik in Eutin, die nach massiven Wasserschäden saniert werden soll und zudem dem Schweizer Konzern Ameos ein Übernahmeangebot gemacht hat. Viele Frauen gehen deshalb offenbar lieber zur Entbindung nach Lübeck.

Flensburg liegt vor Kiel

Spitzenreiter im Land ist aber mit 1946 Geburten weiterhin die Diako in Flensburg. Sie profitiert weiter davon, dass es keine Geburtenkliniken mehr auf Sylt und in Niebüll gibt.

An zweiter Stelle folgt das Städtische Krankenhaus Kiel mit 1839 Geburten. Dahinter liegen die Uni-Kliniken in Kiel (1682) und Lübeck (1667) sowie das Klinikum Itzehoe (1615) und das Marienkrankenhaus Lübeck (1529). 

Interaktive Grafik: Geburten in Schleswig-Holstein

Die interaktive Grafik zeigt die Entwicklung von Geburten in unterschiedlichen Krankenhäusern Schleswig-Hosteins.

Nur in sieben Kliniken mehr Geburten

Nur sieben Geburtskliniken gaben Zuwächse an. Das waren die Uni-Frauenklinik Kiel (plus 85 Geburten), das Klinikum Itzehoe (47), das Marienkrankenhaus Lübeck (39), die Imland-Klinik Rendsburg und Helios Schleswig (je 23), das Friedrich-Ebert-Krankenhaus (plus 22) und die Diako Flensburg (plus 20). 

Von den insgesamt 20 Geburtskliniken in Schleswig-Holstein haben 13 Rückgänge angegeben. Am stärksten davon waren die Universitätsfrauenklinik in Lübeck mit einem Minus von 216 Geburten und die Sana Klinik Eutin (minus 192 Geburten) betroffen.  

Mehr Geburten in amtlicher Statistik

Allerdings gibt die Milupa-Liste nur einen vorläufigen Stand wieder, weil noch etliche Geburten nachgemeldet und Mehrlingsgeburten in der amtlichen Statistik einzeln gezählt werden. Das zeigt das Beispiel der Uniklinik Kiel: Sie wird in der Milupa-Statistik mit 1682 Geburten verzeichnet. Klinikchef Prof. Nicolai Maass hat aber inzwischen in seiner Schlussrechnung 1760 Geburten für das Jahr 2019 registriert. 

Es ist also davon auszugehen, dass die amtliche Statistik im Herbst noch mehr Geburten aufweist. Ob jedoch das amtliche Ergebnis von 2018 mit 25236 Geburten wieder erreicht oder sogar übertroffen wird, gilt aber als eher unwahrscheinlich. 

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