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Schleswig-Holstein 2018 war zu trocken und warm
Nachrichten Schleswig-Holstein 2018 war zu trocken und warm
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19:20 28.12.2018
Selbst der Weihnachtsmann zeigte am Strand Bein: Schleswig-Holstein war 2018 sehr warm und zu trocken. Quelle: Ulf Dahl (Archiv)
Kiel

1925 Sonnenstunden wurden bis Ende November in Schleswig-Holstein gemessen - 26 Prozent mehr als der Mittelwert in der Referenzperiode (1961 bis 1990). Spitzenreiter waren der Mai mit 330 und der Juli mit 350 Sonnenstunden. Die Tourismusbranche hat das erfreut, ebenso alle Solaranlagenbesitzer. Allerdings gab es 1959 mit 2075 Sonnenstunden noch mehr Sonne.

Im Norden relativ kühl

Die Durchschnittstemperatur lag mit 10,1 Grad Celsius in diesem Jahr 1,8 Grad über dem langjährigen Mittel. Schleswig-Holstein gehörte damit zu den kühleren Regionen. Doch aussagekräftiger als der Durchschnittswert sind die Monatswerte und da fallen besonders der Mai mit 15,6 Grad Celsius, der Juli (19,6), August (18,6) und der Oktober mit 11,2 Grad Celsius deutlich aus dem Rahmen. Noch wärmer war es nur 2014.

Interaktive Karte: So war das Wetter 2018 in Schleswig-Holstein

Erst Überschwemmungen, dann Dürre

Auch beim Niederschlag waren die Jahre 1959, 1929, 1887, 1976 und 1907 noch trockener. Doch 2018 war der Regen extrem ungleich verteilt: Im Januar fielen 105 Liter pro Quadratmeter - der Mittelwert liegt bei 64 Litern. Auch im April regnete es überdurchschnittlich viel. Der Rest das Jahres war dagegen viel zu trocken. Im Juli fielen nur 20 Liter Regen. Normal wären 80 Liter gewesen.

Meteorologe: "Der Druck steigt"

Insgesamt musste der Deutsche Wetterdienst 2018 für Regionen 30000 mal eine Warnung ausgegeben.  Für Uwe Kirsche vom Deutschen Wetterdienst bestätigt sich damit, dass „zunehmend unser Dasein, Leib und Leben durch extreme Wettersituationen beeinträchtigt wird“.  Der langfristige Erwärmungstrend setzte sich fort und bestätige die Klimamodelle zu den erwarteten Folgen des vom Menschen verursachten Klimawandels. "Die Konzentrationen der Treibhausgase nehmen nach wie vor ungebremst zu. Der Druck steigt, Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen umzusetzen.“

Von Heike Stüben

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