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Schleswig-Holstein Wetterdienst warnt vor Sturmböen in Schleswig-Holstein am Mittwoch
Nachrichten Schleswig-Holstein

Wetterdienst warnt vor Sturmböen in Schleswig-Holstein an Mittwoch (7.4.2021)

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11:24 07.04.2021
Auch am Wochenende wird es stürmisch in Schleswig-Holstein. (Symbolbild)
Auch am Wochenende wird es stürmisch in Schleswig-Holstein. (Symbolbild) Quelle: Wolfgang Langenstrassen/ dpa
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Lübeck/Kiel

Es bleibt ungemütlich im Norden. Auch am Mittwoch hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Warnung vor Sturmböen in Teilen Schleswig-Holsteins herausgegeben.

Die Warnung gilt zwischen 14 und 24 Uhr. Es handelt sich um eine Warnung der Stufe 2 von 4 vor Sturmböen. Betroffen sind die Kreise Ostholstein, Plön sowie Rendsburg-Eckernförde.

Hier gilt die Warnung:

Klicken Sie hier, um die aktuellen Warnungen auf der Seite des DWD zu sehen.

So ist das Wetter aktuell im Norden:

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So wird das Wetter im Norden

Das Wetter im Norden Deutschlands bleibt zur Wochenmitte wechselhaft. Am Mittwochmorgen ziehen Schneeschauer vor allem im Westen Niedersachsens durch, am Nachmittag kommt es in allen nördlichen Bundesländern verbreitet zu Regen und Schnee. «Mit etwas Sonne kann man heute nur in Schleswig-Holstein und an den Küsten rechnen», sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Zudem wird der Tag von einem frischen Nordwestwind mit starken Böen begleitet - an der Küste ist auch mit stürmischen Böen zu rechnen. Die Temperaturen erreichen in der Spitze fünf bis acht Grad.

In der Nacht zu Donnerstag lockert die Wolkendecke etwas auf. Die Temperaturen sinken auf minus zwei Grad in Niedersachsen im Bergland und auf drei Grad an der Küste. Tagsüber bleibt es leicht wechselhaft mit vielen Wolken und wenig Sonne. Am wärmsten wird es mit acht Grad westlich der Weser.

Das Wetter am Freitag gestaltet sich nach Angaben des DWD noch etwas milder; an der Nordsee steigen die Temperaturen auf neun Grad, im Süden Niedersachsen auf 13 Grad. Dabei bleibt es auch am Freitag leicht wechselhaft: «Die Wolken setzen sich meist durch, nur im Süden von Niedersachsen kommt die Sonne auch mal raus», erklärte der Sprecher.

Wie entsteht ein Orkan?

Orkane können im Herbst und Winter über dem Nordatlantik entstehen und mit dem Westwind in Richtung Europa ziehen. Wegen des noch warmen Wassers im Atlantischen Ozean steht der polaren Kaltluft nur wenig weiter südlich milde Meeresluft entgegen. Durch den Temperaturgegensatz entstehen in der oberen Atmosphäre extrem starke Winde, die die Entstehung von Orkanen begünstigen. Von einem Orkan sprechen die Meteorologen immer dann, wenn der Wind mindestens zehn Minuten lang mit einer Geschwindigkeit von 118 Kilometern pro Stunde oder mehr weht.

Wie werden Windstärken berechnet?

Windgeschwindigkeiten werden mit der Beaufort-Skala gemessen. Sie wurde von dem englischen Admiral Francis Beaufort (1774—1857) entwickelt. Die Skala reicht vom leisen Luftzug der Stärke 1 bis zum Sturm der Stärke 9 mit 88 Stundenkilometern, bei dem erste Dachziegel herabfallen.

Ein schwerer Sturm (10) mit bis zu 102 Kilometern in der Stunde kann dicke Äste abbrechen. Der orkanartige Sturm (11) reicht bei bis zu 117 Kilometern, um ganze Bäume zu entwurzeln. Bei stärkerem Wind (12) ist ein Orkan erreicht, der schwere Verwüstungen anrichten kann. An Küsten wirbelt er große Wassermassen auf, die in Brechern einen Druck von mehreren Tonnen pro Quadratmeter verursachen können.

Was ist eine Sturmflut?

Der starke Wind drückt die Wassermassen vor sich her und verstärkt die Kraft der Gezeiten. An der Nordsee spricht man von einer Sturmflut bei 1,50 bis 2,50 Meter über dem Mittleren Hochwasser (Ostseeküste: 1,00 bis 1,25). Der mittlere Hochwasserstand liegt etwa zwei Meter über dem Wert Normal Null, der vom mittleren Wasserstand der Nordsee abgeleitet ist.

Eine schwere Sturmflut verursacht an der Nordseeküste Wasserstände von 2,50 bis 3,50 Meter über mittlerem Hochwasser — die nordfriesischen Halligen melden dann „Land unter“. Bei einer sehr schweren Sturmflut werden mehr als 3,50 Meter erreicht. An der Ostsee gelten 1,25 bis 1,50 Meter als mittlere, bis zu 2,00 Meter als schwere und Stände darüber hinaus als sehr schwere Sturmflut.

Von RND

KN-online (Kieler Nachrichten) 07.04.2021
Anne Holbach 07.04.2021