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Schleswig-Holstein Wetterdienst warnt vor glatten Straßen: Hier kann es rutschig werden
Nachrichten Schleswig-Holstein

Wetterdienst warnt vor glatten Straßen in Kiel und Schleswig-Holstein, 06.04.2021

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21:54 06.04.2021
05.04.2021, Sachsen-Anhalt, Benzingerode: Schnee liegt am Straßenrand in Benzingerode.
05.04.2021, Sachsen-Anhalt, Benzingerode: Schnee liegt am Straßenrand in Benzingerode. Quelle: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa
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Kiel

Der Norden erlebt gerade ein verrücktes Wetter: Schnee, Sonne und Sturm wechseln sich ab. Während in einem Moment friedliche Sonnenstrahlen zum Spaziergang einladen, zieht sich im nächsten urplötzlich der Himmel zu und bringt dichtes Schneegestöber.

Am Abend sollte es dann glatt werden: „Es muss mit Glätte durch verbreitet überfrierende Nässe sowie geringfügigen Schneefall gerechnet werden“, warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD). Es handelt sich um eine Warnung der Stufe 1 von 3, sie gilt von Dienstag 19 Uhr bis Mittwoch 9 Uhr.

Blitzeis sorgte zuletzt auf der A7 im Kreis Segeberg am Ostermontag für mehrere Unfällen

Hier gilt die Warnung:

So wird das Wetter in Kiel

Die Wetterlage könnte noch einige Tage andauern. Gleich mehrere Tief machen sich in Deutschland breit und sorgen so für nasskaltes Wetter.

In der Nacht sinken die Temperaturen auf 0 Grad. Der Mittwoch zeigt sich etwas freundlicher bei 1 bis 7 Grad, ähnlichen Regenmengen und 6 Sonnenstunden. Der Wind flacht leicht ab.

Am Donnerstag wird es etwas freundlicher bei Temperaturen zwischen 1 und 7 Grad. Bei noch immer starken Wind sind bislang wenig Niederschläge angekündigt. Aber auch die Sonne wird nur sehr selten zu sehen sein.

Klicken Sie hier, um die aktuellen Warnungen auf der Seite des DWD zu sehen.

So ist das Wetter aktuell im Norden:

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Wie entsteht ein Orkan?

Orkane können im Herbst und Winter über dem Nordatlantik entstehen und mit dem Westwind in Richtung Europa ziehen. Wegen des noch warmen Wassers im Atlantischen Ozean steht der polaren Kaltluft nur wenig weiter südlich milde Meeresluft entgegen. Durch den Temperaturgegensatz entstehen in der oberen Atmosphäre extrem starke Winde, die die Entstehung von Orkanen begünstigen. Von einem Orkan sprechen die Meteorologen immer dann, wenn der Wind mindestens zehn Minuten lang mit einer Geschwindigkeit von 118 Kilometern pro Stunde oder mehr weht.

Wie werden Windstärken berechnet?

Windgeschwindigkeiten werden mit der Beaufort-Skala gemessen. Sie wurde von dem englischen Admiral Francis Beaufort (1774—1857) entwickelt. Die Skala reicht vom leisen Luftzug der Stärke 1 bis zum Sturm der Stärke 9 mit 88 Stundenkilometern, bei dem erste Dachziegel herabfallen.

Ein schwerer Sturm (10) mit bis zu 102 Kilometern in der Stunde kann dicke Äste abbrechen. Der orkanartige Sturm (11) reicht bei bis zu 117 Kilometern, um ganze Bäume zu entwurzeln. Bei stärkerem Wind (12) ist ein Orkan erreicht, der schwere Verwüstungen anrichten kann. An Küsten wirbelt er große Wassermassen auf, die in Brechern einen Druck von mehreren Tonnen pro Quadratmeter verursachen können.

Was ist eine Sturmflut?

Der starke Wind drückt die Wassermassen vor sich her und verstärkt die Kraft der Gezeiten. An der Nordsee spricht man von einer Sturmflut bei 1,50 bis 2,50 Meter über dem Mittleren Hochwasser (Ostseeküste: 1,00 bis 1,25). Der mittlere Hochwasserstand liegt etwa zwei Meter über dem Wert Normal Null, der vom mittleren Wasserstand der Nordsee abgeleitet ist.

Eine schwere Sturmflut verursacht an der Nordseeküste Wasserstände von 2,50 bis 3,50 Meter über mittlerem Hochwasser — die nordfriesischen Halligen melden dann „Land unter“. Bei einer sehr schweren Sturmflut werden mehr als 3,50 Meter erreicht. An der Ostsee gelten 1,25 bis 1,50 Meter als mittlere, bis zu 2,00 Meter als schwere und Stände darüber hinaus als sehr schwere Sturmflut.

Von RND

KN-online (Kieler Nachrichten) 06.04.2021
Heike Stüben 06.04.2021