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Schleswig-Holstein Karin Prien für strengere Abinoten
Nachrichten Schleswig-Holstein Karin Prien für strengere Abinoten
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19:03 07.01.2019
Foto: Bildungsministerin Karin Prien sprach sich, genau wie der Philologenverband, für strengere Abiturnoten aus.
Bildungsministerin Karin Prien sprach sich, genau wie der Philologenverband, für strengere Abiturnoten aus. Quelle: Ulf Dahl
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 "Das hat uns das Bundesverfassungsgericht ja auch zu Recht ins Stammbuch geschrieben." Noten sollten eine möglichst realistische Rückmeldung bieten, sagte Bildungsministerin Prien. "Es ist niemandem damit geholfen, wenn insbesondere auch Abschlussnoten ein geschöntes Bild zeichnen." Prien reagierte auf die Forderung des Deutschen Philologenverbandes, die Abiturienten strenger zu bewerten.

"Aussagekräftige Noten sind auch Basis einer guten Vorbereitung auf die berufliche Ausbildung und ein erfolgreiches Studium, die ist uns besonders wichtig", sagte Prien. "Mit unseren neuen Fachanforderungen tragen wir bewusst dazu bei, konkrete Kompetenzanforderungen für jede Jahrgangsstufe in den Kernfächern zu implementieren."

Verpflichtendes Beratungsgespräch zu Einschätzung von Potenzialen

Im Norden gelte seit diesem Schuljahr auch wieder, dass alle Eltern von Grundschulkindern eine schriftliche Schulartempfehlung erhalten und ein ausführliches verpflichtendes Beratungsgespräch führen müssen, in dem sie eine fundierte Empfehlung für die weitere schulische Laufbahn erhalten. Schüler und deren Eltern bräuchten eine realistische und passgenaue Einschätzung, die den Leistungs- und Entwicklungspotenzialen des einzelnen Kindes, unabhängig von der sozialen Herkunft, wirklich gerecht wird.

Die Vorsitzende des Philologenverbands, Susanne Lin-Klitzing, begründete ihre Forderung nach strengeren Abinoten mit den Anforderungen im Berufsleben. "Andernfalls erhalten viele Schülerinnen und Schüler eine positivere Rückmeldung über ihre Leistung, als es ihrem realen Stand entspricht", sagte sie.

Von dpa