Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Schleswig-Holstein 325 Euro für Kieler WG-Zimmer
Nachrichten Schleswig-Holstein 325 Euro für Kieler WG-Zimmer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
12:15 05.04.2019
Von Anne Holbach
Schwierige Suche: WG-Zimmer für Studenten werden immer teurer. Quelle: Angelika Warmuth
Anzeige
Kiel

Demnach zahlen Studenten oder andere WG-Bewohner im aktuellen Sommersemester im Schnitt monatlich 325 Euro warm für ein unmöbiliertes Zimmer in der Landeshauptstadt. In Flensburg sind WG-Zimmer mit 304 Euro etwas günstiger. Für Lübeck gibt Empirica einen Preis von 354 Euro an – allerdings hat dieser Wert nur eingeschränkte Aussagekraft, da die Fallzahl in der Hansestadt gering war.

„Wenn die Mieten so stark steigen, können sich das Studierende irgendwann nicht mehr leisten“, sagt Lisa-Marie Fricke vom Allgemeinen Studierendenausschuss der Kieler Universität. Der Bafög-Höchstsatz sei immer noch sehr niedrig. Aktuell beträgt er für auswärts wohnende Studenten 649 Euro – davon sind 250 Euro als Wohnpauschale einkalkuliert. Bis 2020 soll der Förderbetrag um rund 15 Prozent steigen.

Anzeige

Lesen Sie auch unser Multimedia-Dossier zum Kieler Wohnungsmarkt

Kiel liegt noch im Mittelfeld

Im bundesweiten Vergleich liegt Kiel im Mittelfeld. Am teuersten ist ein WG-Zimmer mit 610 Euro in München. Auf dem vierten Platz rangiert Hamburg mit 450 Euro. Besonders günstig ist das Wohnen in ostdeutschen Uni-Städten wie zum Beispiel Halle (252 Euro). In den Hochschulstandorten insgesamt liegt der Standardpreis laut Empirica aktuell bei 386 Euro. Für die günstigsten aller angebotenen WG-Zimmer in Kiel werden demnach etwa 280 Euro verlangt, das obere Viertel wird für mindestens 360 Euro inseriert. Die Preisspanne für ein Zimmer, das zwischen zehn und 30 Quadratmeter groß ist, liege damit bei rund 29 Prozent.

Es gibt nicht genug Plätze in Wohnheimen

Studenten seien bei Vermietern nicht unbedingt eine beliebte Klientel, so Fricke. Zudem werde zum Teil am Bedarf vorbei gebaut. „Dann entstehen Ein-Zimmer-Wohnungen mit Bad, die für studentisches Wohnen vorgesehen sind, aber 500 Euro kosten sollen“, sagt Fricke. Die Einheiten blieben so oft leer. „Ein Problem ist, dass es nicht genug Plätze in Wohnheimen gibt. Davon müssten mehr gebaut werden.“

Das Studentenwerk Schleswig-Holstein bestätigt, dass die Nachfrage nach Plätzen steigt. „Im Wintersemester hatten wir 1000 Bewerber auf der Warteliste“, so Sprecherin Kerstin Klostermann. 2017 wurde vom Studentenwerk zuletzt im Land ein neues Wohnheim in Flensburg errichtet, in Kiel ist der letzte Neubau 16 Jahre her. „Wir sind nach wie vor in Gesprächen mit der Stadt über mögliche Baugrundstücke“, sagt Klostermann. Die angebotenen Flächen werden aktuell geprüft.

Bei Nachrichten aus dem Regierungsviertel in London überlagert derzeit das Thema Brexit alle anderen Nachrichten. Deshalb blieb die kleine Meldung von Verteidigungsminister Gavin Williamson am Mittwochabend nahezu unbemerkt. Er kündigte Großmanöver in der Ostsee an.

Frank Behling 05.04.2019

1995 hat die Landespolizei ihre Reiterstaffel aufgelöst. 24 Jahre nach dem Abschied hätte es am Sonnabend in Kiel zumindest für einen Tag zu einem Wiedersehen mit Polizisten hoch zu Ross kommen können. Doch die Landespolizei-Spitze hat offenbar kurzfristig die Reißleine gezogen.

Bastian Modrow 05.04.2019

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) hat auf der Verkehrsministerkonferenz in Saarbrücken davor gewarnt, mit Erleichterungen für Radfahrer den Autoverkehr über Gebühr zu erschweren. 

05.04.2019