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Schleswig-Holstein DNA-Test überführt GW 1430-M
Nachrichten Schleswig-Holstein DNA-Test überführt GW 1430-M
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08:00 04.02.2020
Von Bastian Modrow
Nach dem ein Wolf über Wochen Schafe an der Westküste gerissen hatte, ist das Tier mutmaßlich weiter nach Dänemark gewandert. Quelle: Carsten Rehder/dpa
Kiel

Seit Montag liegt das Untersuchungsergebnis einer DNA-Analyse vor, so ein Ministeriumssprecher. Demnach besteht nun Gewissheit, dass der junge Wolfsrüde nördlich von Gotteskrog, wenige Kilometer vor der deutsch-dänischen Grenze, am 30. Dezember 2019 ein Schaf gerissen hatte.

Wolf GW 1430-M bewegte sich gen Norden

Experten gehen davon aus, dass GW 1430-M aus Schleswig-Holstein abgewandert ist. Nachdem das Tier seit November fast täglich Weidetiere in Dithmarschen gerissen hatte, gab es seit dem Jahreswechsel keine neuen Vorfälle mehr. Dass die letzten beiden Schafstötungen in Wohlde und nunmehr Gotteskrog waren, zeige eine Bewegung des Tieres gen Norden, heißt es.

Welcher Wolf riss 2019 Nutztiere in Schleswig-Holstein?

Wildschweinzaun ist kein Hindernis

Jens-Uwe Matzen, Wolfsbetreuer des Landes Schleswig-Holstein, hatte gegenüber KN-online betont, dass der   Wildschweinzaun entlang der Grenze in Dänemark kein Hindernis für einen Wolf sei. „Der Zaun hat Lücken, beispielsweise an Straßen und Wegen“, argumentierte Matzen.

Auch die Höhe von 1,5 Metern sei kein Hindernis für einen Wolf. „Da kann er entweder drüber springen – oder er klettert daran hoch, was problemlos möglich ist, da der Zaun ja keinen Strom führt“, sagte der Experte.

Wolfssichtungen und Tierrisse seit 2007 in Schleswig-Holstein

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