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Schleswig-Holstein Erleichterung über Abschuss-Freigabe
Nachrichten Schleswig-Holstein Erleichterung über Abschuss-Freigabe
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13:14 04.02.2019
Foto: Wolf im Fadenkreuz (Symbolbild). Die Milchbauern in Schleswig-Holstein haben sich erleichtert gezeigt, dass die Behörden den sogenannten «Problemwolf» zum Abschuss freigegeben haben.
Wolf im Fadenkreuz (Symbolbild). Die Milchbauern in Schleswig-Holstein haben sich erleichtert gezeigt, dass die Behörden den sogenannten «Problemwolf» zum Abschuss freigegeben haben. Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa | Montage: Lina Schlapkohl
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Kiel/Lübeck

Die Milchbauern in Schleswig-Holstein haben sich erleichtert gezeigt, dass die Behörden den sogenannten "Problemwolf" zum Abschuss freigegeben haben. Der Beschluss sei "ein gutes Zeichen, dass sich die Regierung dafür einsetzen will, dass in Schleswig-Holstein auch in Zukunft noch Kühe, Rinder und Schafe auf den Weiden zu finden sind", hieß es in einer Mitteilung des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter Schleswig-Holstein. Der Wolf soll für mehrere Schafsrisse hinter angeblich wolfssicheren Zäunen im Kreis Pinneberg verantwortlich gewesen sein.

Tägliche Übergriffe auf Schafherden

Allerdings sei es damit noch nicht getan. Seit einigen Wochen gebe es auch in anderen Regionen des Landes fast täglich einen oder sogar zwei Übergriffe auf Schafherden mit getöteten und verletzten Tieren. Beteiligt sei mindestens ein weiteres Tier, das sich auf Schafe als seine Beute spezialisiert habe, so der Verband.

Tierhalter mit Problem alleingelassen

Die Tierhalter fühlen sich alleingelassen mit den Empfehlungen, ihre Herden wolfssicher einzuzäunen. "Wir reden hier über kilometerlange Zäune mit vier Litzen, die immer wieder zusätzlich zu den bereits vorhandenen Einzäunungen nicht nur auf-, sondern auch wieder abgebaut werden sollen. Es kann ja niemand aus naturschutzfachlicher Sicht dafür sein, Schleswig-Holsteins Weideflächen permanent in hohe Schutzzäune einzuschließen", beschrieb Kirsten Wosnitza, Sprecherin des BDM in Schleswig-Holstein die Situation.

Von dpa/RND

Christian Hiersemenzel 02.02.2019
Christin Jahns 02.02.2019