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Schleswig-Holstein Insekten: Ekelhafte Alternative?
Nachrichten Schleswig-Holstein Insekten: Ekelhafte Alternative?
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09:00 01.12.2014
Heuschrecken sind in vielen Ländern bereits ein häufig verzehrtes Insekt. In Deutschland hat sich der Trend noch nicht so ganz durchgesetzt. Quelle: dpa
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Kiel

Doch was bei den meisten Ekelgefühle auslöst, gilt bei anderen als Delikatesse oder gar als fester Bestandteil der Esskultur. In Teilen der Welt wie Australien, Afrika, Asien oder Südamerika waren Insekten schon immer fester Bestandteil der Ernährung.

 Dort werden Insekten auf die verschiedensten Arten zubereitet. Selbst ausgefallene Kreationen wie Heuschrecken mit Schokoladenüberzug sind erhältlich. Die Auswahl ist riesig, denn es gibt weltweit rund 1400 essbare Insektenarten. Und Insekten sind auch sehr gesund. Sie sind fettarm, reich an Mineralstoffen, Vitaminen, Spurenelementen und enthalten alle lebenswichtigen Aminosäuren. Aus diesen Gründen werden Insekten in Entwicklungsländern gegessen, da dort oftmals Proteinknappheit herrscht und Insekten wahre Proteinbomben sind.

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 Bei den meisten Europäern ist der Ekel aber wohl noch zu groß, obwohl Insekten auf der Erde die häufigste Lebensart sind. Eines ist schon jetzt klar: Mit steigender Weltbevölkerung werden herkömmliche Fleischprodukte immer schwieriger zu bekommen sein und irgendwann zu den Luxusgütern zählen.

 Auf jeden Fall sollte man Insekten daher eine Chance geben. Denn auf den zweiten Blick unterscheiden sie sich gar nicht so sehr von den bei uns so beliebten Hummern, Krebsen und Garnelen.

 Von Alexander Degraf, Klasse 9a, Hebbelschule Kiel