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Schleswig-Holstein „Dule“ Duvnjak: 120 Prozent für Zisch
Nachrichten Schleswig-Holstein „Dule“ Duvnjak: 120 Prozent für Zisch
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19:53 06.10.2014
Von Jana Ohlhoff
THW-Stars und Nachwuchsreporter Arm in Arm: Trainer Alfred Gislason, Niclas Ekberg, Rune Dahmke und Domagoj Duvnjak (hintere Reihe von links) standen 18 wissbegierigen Schülern auf der Zisch-Pressekonferenz im Sporthotel Avantage Rede und Antwort. Quelle: Volker Rebehn
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Kiel

Einmal ihr großes Vorbild zu interviewen, davon träumen viele Journalisten. Für 18 Nachwuchsreporter vom Projekt „Zeitung in der Schule“ (Zisch) der Kieler Nachrichten und der Kieler Volksbank ging dieser Wunsch am Freitag, den 3.10., in Erfüllung. Die Schülerreporter merkten dabei aber schnell, dass man Idole zwar bewundern darf, kritische Nachfragen aber ausdrücklich erlaubt sind. Nach anfänglicher Nervosität und ein paar einleitenden Worten von THW-Pressesprecher Christian Robohm tauten die jungen Schreiber dann aber auch schnell auf. Und los ging’s mit der Fragerunde der etwas anderen Art: Wie oft die Mannschaft eigentlich in der Woche trainiere, ob die Lautstärke in der Halle für das THW-Team belastend sei und was die drei Handballer nach ihrer Karriere noch so alles planen, wollten die Reporter wissen.

 Noch etwas müde vom Champions-League-Spiel gegen den spanischen Vizemeister Naturhouse La Rioja am vorherigen Abend antworteten die Spieler gut gelaunt und offen. Domagoj Duvnjak versprach umgehend, sich nach 100 Prozent gegen die Spanier auch bei der Zisch-Pressekonferenz voll einzusetzen. Mehr sogar: „120 Prozent!“ Die Schülerreporter schrieben fleißig mit und erfuhren, dass Nachwuchshoffnung Rune Dahmke, bevor er mit dem Profisport anfing, noch eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann gemacht hat. „Ein zweites Standbein kann schließlich nicht schaden“, so der Mönkeberger. Domagoj Duvnjak hingegen verriet, dass sein Lieblingshobby neben dem Sport Schlafen sei und er seine Familie in Kroatien lediglich zweimal pro Jahr sehe. „Das ist schon schwer“, erklärte der 26-Jährige.

 Nach einer Stunde waren alle Fragen beantwortet. Klar, Autogrammstunde und das persönliche Foto durften nicht fehlen. „Das war echt spannend und lustig“, sagt Jule Engelhardt von der Grund- und Gemeinschaftsschule Eckernförde. „Genauso habe ich mir eine Pressekonferenz vorgestellt“. Und etwas Neues hat die 14-jährige Schülerin, die selber Handball spielt, auch erfahren: „Ich fand es toll, dass die Spieler so viele private Sachen erzählt haben.“

 Von Jana Ohlhoff und Niklas Wieczorek