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Schleswig-Holstein Die Stadt als Abenteuer
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19:38 17.11.2014
Von Dach zu Dach oder über ein Geländer springen: Zisch-Reporter Niclas Witthöft betreibt die Trend-Sportart Parkour. Quelle: Privat
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Kiel

Zuerst einmal: Was ist Parkour eigentlich? Parkour wurde bekannt in Frankreich, genauer gesagt durch dessen Begründer David Belle. Wer Parkour ausübt, nimmt in der Regel den effizientesten und schnellsten Weg, um von A nach B zu kommen. Bedeutet: über Geländer und Mauern hinweg springen oder auch mal von Dach zu Dach hüpfen.

 Viele denken, dass Parkour eine äußerst gefährliche Freizeitbeschäftigung ist. Das würde allerdings jeder Traceur, so nennt man Parkour-Ausübende, sofort verneinen. Man lernt sehr schnell seine eigenen Grenzen kennen und diese zu überwinden, wenn es möglich ist. Und weil man sich seiner Grenzen so schnell bewusst wird, ist das Sturzrisiko auch eher gering. Ab und zu lassen sich ein paar blaue Flecken und Schrammen natürlich nicht vermeiden – aber solange man sich nicht überschätzt, bleibt es auch dabei.

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 Warum ist Parkour so beliebt? Weil man täglich kleine Erfolge erlebt und den Sport überall ausüben kann, ohne anfallende Kosten oder Trainingszeiten. Für viele ist Parkour auch ein Entkommen aus dem Alltag. Man lernt seine Stadt von einer ganz anderen Seite kennen und sieht sie mit anderen Augen. Bei Problemen bietet die Sportart einen Weg abzuschalten und für ein paar Stunden einfach frei zu sein. Andere wiederum haben ihr Hobby sogar zum Beruf gemacht: Sie arbeiten als Stuntmen und wirken in Werbespots mit.

 Von Niclas Witthöft, BFG 14e, Regionales Berufsbildungszentrum I in Kiel