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Schleswig-Holstein Retter brauchen klaren Kopf
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12:09 14.11.2014
Foto: Zisch-Reporterin Carlotta Stanke durfte die Auszubildende der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) einen Tag lang bei ihren Notfallübungen begleiten.
Zisch-Reporterin Carlotta Stanke durfte die Auszubildende der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) einen Tag lang bei ihren Notfallübungen begleiten. Quelle: *
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Itzehoe/Eckernförde

Zisch-Reporterin Carlotta Stanke durfte die Auszubildende der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) einen Tag lang bei ihren Notfallübungen begleiten. Diese fanden auf dem Flugplatz „Hungriger Wolf“ in Itzehoe statt. 92 Auszubildende ergaben rund 30 Teams, wobei jedes eine eigene Nummer bekam. Es gab 15 verschiedene Stationen, die auf die Teams verteilt wurden.

 An den Stationen standen je ein Prüfer und ein Unfalldarsteller, dem zuvor Wunden und Verletzungen professionell geschminkt worden waren. Dadurch sah alles sehr echt aus. Neben einem Skateunfall und einer Zwillingsgeburt mussten sich die angehenden Rettungsassistenten auch mit einem Fallschirmabsturz, einer Reanimation und zahlreichen anderen Einsätzen auseinandersetzen.

 Besonders beindruckend war ein Fall, bei dem sich eine Frau beim Harken die Harke in den Bauch gerammt hatte. Das Übungsziel hier sei das Erkennen der Verletzung und das Umlagern in den Rettungswagen, so der Leiter der Station. Die Verletzung sah ziemlich echt aus, und es dauerte nicht lange, da kam auch schon die erste Gruppe im Rettungswagen angefahren. Ein Auszubildender ging sofort zum „Patienten“ und erkannte die Verletzung. Es wurde schnell Blutdruck gemessen und ein Notarzt nachgefordert. Die Absprache untereinander war sehr wichtig. Nun wurde der Schwerpunkt auf den Transport in den Rettungswagen gelegt, da der Notarzt noch 25 Minuten entfernt war. Die Wunde wurde steril abgedeckt und das Ende der Harke vorsichtig befestigt.

 Nach einer kurzen Nachbesprechung ging es dann auch gleich weiter: Die Auszubildenden fuhren im Rettungswagen zur nächsten Station. Grundsätzlich ging es darum, im Team zu arbeiten und sich gut miteinander zu verständigen – schließlich sieht so später auch der Berufsalltag aus. Außerdem sollte jeder einen klaren Kopf behalten, um den Unfallopfern in allen Situationen bestmöglich zu helfen.

 Von Carlotta Stanke, Klasse 9, Grund- und Gemeinschaftsschule Eckernförde