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Schleswig-Holstein In Schleswig-Holstein wächst das Glück
Nachrichten Schleswig-Holstein In Schleswig-Holstein wächst das Glück
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21:22 25.11.2015
Von Carola Jeschke
„Für mich bedeutet Glück, dass es meiner Familie gut geht“, sagt Matthias Körner (29), Souschef aus Kiel mit seiner Frau Loubna Boudin, den Zwillingen Amira undAyleen sowie seinem Sohn Marwan. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

„Ja, man kann“, sagt Glücksforscher Prof. Uwe Jensen von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Aus Umfrageergebnissen und einer Langzeitstudie lassen sich Daten ermitteln, die Aufschluss über die Lebenszufriedenheit in einzelnen Bereichen geben. Arbeit gehört ebenso dazu wie Wohnen, Freizeit und Einkommen.

5800 Teilnehmer wurden befragt

Grundlage der Befragung ist eine Skala von 0 bis 10, auf der sich die Befragten selbst einschätzen müssen. Ausgewertet wurden zum einen die Daten des „sozio-ökonomischen Panels“. Die fortlaufende Erhebung misst seit 1984, wie zufrieden sich die Deutschen selbst einschätzen. Für den „Glücksatlas 2015“ befragten die Wissenschaftler mehr als 19000 Menschen. Zusätzlich flossen Ergebnisse einer bundesweiten Erhebung vom Institut für Demoskopie Allensbach ein. Die Forscher befragten von Februar bis Mai 2015 rund 5800 Teilnehmer nach deren Lebenszufriedenheit.

Im Glücksatlas steht seit Jahren der Norden mit Schleswig-Holstein, Hamburg (Platz vier) und Niedersachsen (Platz drei) an der Spitze des Rankings, während ostdeutsche Bundesländer hinten liegen – so wie Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg auf den letzten und vorletzten Plätzen. Dies erkläre sich unter anderem durch eine schlechtere Situation auf dem Arbeitsmarkt, sagt Studienleiter Bernd Raffelhüschen von der Uni Freiburg. Auch der Kieler Glücksforscher Jensen sieht Einkommen und Gesundheit als Hauptfaktoren für Zufriedenheit: „Vor allem im Vergleich mit anderen sind diese Faktoren wichtig.“ Der Schwerpunkt der Befragung galt in diesem Jahr der Arbeitszufriedenheit. In diesem Bereich unterscheidet sich Schleswig-Holstein mit 6,99 Punkten kaum vom Bundesdurchschnitt mit 6,96 Punkten.

Politiker begrüßen das Ergebnis

Alle Landtagsfraktionen zeigten sich gestern erfreut von der schleswig-holsteinischen Glücksbotschaft. „Manche Herausforderung wird hier pragmatisch und gemeinschaftlich angegangen – das schafft Sicherheit und Glück“, glaubt Grünen-Fraktionschefin Eka von Kalben. Der „Glücksatlas“ dürfe kein Anlass zur Selbstzufriedenheit sein, sagte Christopher Vogt (FDP). „Die Landespolitik ist aufgefordert, ihre Hausaufgaben zu machen, damit die Schleswig-Holsteiner die glücklichsten Deutschen bleiben.“ CDU-Fraktionsvorsitzender Daniel Günther verwies auf das gute Miteinander in einem Land, „in dem andere Urlaub machen“: „Es ist gut, wenn uns das immer mal wieder vor Augen geführt wird.“

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