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Schleswig-Holstein Bahn muss um Zuschlag bangen
Nachrichten Schleswig-Holstein Bahn muss um Zuschlag bangen
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10:00 28.08.2018
Von Ulf Billmayer-Christen
Vor allem auf der Strecke nach Sylt häufen sich die Klagen der Fahrgäste. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
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Kiel

Dramatisch ist die Lage vor allem auf der Route Hamburg-Sylt. Die DB Regio hat dort wegen Schlechtleistung in den vergangenen Monaten bereits 2,25 Millionen Euro Strafgelder gezahlt und gleichwohl bisher auch im August den Verkehrsvertrag (maximal ein Prozent Zugausfälle und sieben Prozent Unpünktlichkeit) bei weitem nicht erfüllt. In den ersten Wochen fielen zwischen 3,0 und 6,4 Prozent der Züge aus. Von den eingesetzten Zügen fuhren zwischen 29,6 und 36,4 Prozent unpünktlich.

Keine Verbesserung bei Marschbahn

Buchholz machte aus seinem Frust keinen Hehl. „Seit Monaten verspricht die DB Regio, dass es auf der Marschbahn besser werden soll.“ Außer dem Einsatz eines Doppelstockwagens könne er aber keine Verbesserung feststellen. „Ich nehme bislang eher das Gegenteil wahr.“ Vielen Sylt-Pendlern geht es ähnlich. Dem Minister und insbesondere den Spitzenvertretern von DB Regio und DB Netz droht damit am Dienstag ein unangenehmer Abend. In Niebüll sollen sie auf einem Bahn-Gipfel Rede und Antwort stehen.

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Anfang 2019 wird Ost-Netz vergeben

„Die Bahn präsentiert sich nicht nur an der Westküste als völlig unzuverlässiger Vertragspartner“, sagte FDP-Fraktionschef Christopher Vogt. „Sollten in den kommenden Wochen nicht endlich deutliche Fortschritte sichtbar werden, wird die Bahn kaum Chancen haben, bei anderen Strecken den Zuschlag zu erhalten.“ Gemeint ist das Ost-Netz, über dessen Vergabe der Landtag Anfang 2019 entscheiden will. Betreiber ist bisher DB Regio. Der 13-Jahres-Neu-Vertrag dürfte ein Volumen von mehr als 300 Millionen Euro haben.