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Schleswig-Holstein Zwei Online-Petitionen gegen Mathe-Abi
Nachrichten Schleswig-Holstein Zwei Online-Petitionen gegen Mathe-Abi
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18:47 06.05.2019
War das Mathe-Abitur zu schwer? In einigen Bundesländern gab es Beschwerden. Quelle: Armin Weigel
Kiel

Die Mathe-Abi-Klausuren waren bundesweit am vergangenen Freitag geschrieben worden und erschienen vielen so knifflig, dass sie zunächst in Bayern und Niedersachsen, dann aber auch in anderen Ländern Widerspruch auslösten. Bundesweit gab es bis Montag etwa 16000 Unterschriften.

Aufgaben aus Geometrie und Stochastik seien „zu schwer und in der gegebenen Zeit kaum zu bewältigen“ gewesen, beschwerte sich der 18-jährige Abiturient Florian von der Heide aus Norderstedt. Seine Online-Petition bei Change.org wurde auch von der Landesschülervertretung unterstützt. Hier lagen bis Montagabend um die 600 Unterschriften vor. Auch Leo Knauff hat eine Online-Petition gegen das schwere Mathe-Abi in Schleswig-Holstein gestartet - allerdings bei Open-Petition. 400 Unterstützende hat sie bereits gefunden.

Das Kultusministerium habe die Aufgaben im Bereich Analysis offensichtlich angehoben, ohne dass die Schüler darauf vorbereitet gewesen wären. Das Ministerium möge den Notenschlüssel senken und den Schwierigkeitsgrad für die zukünftigen Mathe-Abiturienten anpassen.

Schweres Mathe-Abi 2019: Karin Prien will Aufgaben prüfen

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) reagierte ratlos. Natürlich nehme sie das bundesweit vorgetragene Anliegen der Schüler ernst. Und selbstverständlich werde man sich „sehr genau anschauen, welche Aufgaben in der Kritik stehen und ob Schleswig-Holstein von den Hinweisen in gleicher Weise betroffen“ sei.

Bis zur Petition habe es aber weder im Vorfeld noch direkt nach der Arbeit Rückmeldungen oder gar Proteste gegeben, auch nicht bei ihren Schulbesuchen in Glückstadt und Brunsbüttel. „Hinweise auf Probleme mit dem Mathe-Abi gab es nicht.“

Hat die Klausur zu viel Stoff abgefragt?

Prien hatte kürzlich eine Mathematik-Offensive ins Leben gerufen. Daran erinnerte auch Bernd Schauer von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. „Mathematik hat unverdientermaßen ein schlechtes Image. Mit der Mathe-Olympiade und der Nacht der Mathematik gäbe es gute Initiativen. Leider verfängt das noch nicht genug.“

Jens Finger vom Landes-Philologenverband erinnerte an die Verantwortung von Lehrern, Maßstäbe zu setzen, die dem länderübergreifenden Niveau standhalten. „Einige Kollegen haben mir allerdings berichtet, dass die Klausur diesmal zu viel Stoff abfragte.“

Unterdessen hat der SPD-Bildungsexperte Martin Habersaat auf Stimmen hingewiesen, die auch die Mathematik-Probearbeiten der ersten und mittleren Schulabschlüsse an den Gemeinschaftsschulen kritisieren. 2018 waren dort die Mathe-Abschlussarbeiten eine halbe Note schlechter ausgefallen als in den Vorjahren.

Bereits in den vergangenen Tagen gab es Beschwerden von Schülern aus anderen Bundesländern.

Von Hiersemenzel

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